Ein Sprachaufenthalt in einer anderen Sprachregion der Schweiz oder im grenznahen Ausland, mit der Klasse oder individuell, gibt einen kurzen, aber intensiven Einblick in das schulische, familiäre und kulturelle Umfeld gleichaltriger Jugendlicher und schafft die Möglichkeit, typische Eigenheiten eines Landes oder einer Region kennen zu lernen.
Digitale oder virtuelle Kommunikation ist längst in Austauschprojekten verankert, die heutige Technik bietet neue Möglichkeiten direkt aus der Schulstube oder dem Zuhause. E-Mails schreiben, Videos oder Audios versenden, online-Dokumente bearbeiten oder Videokonferenzen abhalten – die Möglichkeiten sind vielseitig.
Gestützt auf Empfehlungen der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK), den Aargauer Lehrplan und das Volksschulgesetz (VSG), schafft der Kanton Aargau die Voraussetzungen, damit Schulklassen, Gruppen, eine Schülerin/ein Schüler sowie Lehrpersonen individuelle, auf die diversen Bedürfnisse zugeschnittene Austauschprogramme umsetzen können.
Während die Initiative für den Austausch im Klassenverband von der Lehrperson ausgeht, sind für Einzelaustausche während der Schulzeit oder in den Ferien die Schülerinnen und Schüler zusammen mit ihren Eltern verantwortlich.
Schulischer Einzelaustausch 14/14
Das Programm der Kantone Aargau, Basel-Land und Basel-Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kanton Jura, der Académie de Besançon und der Académie de Strasbourg besteht aus einem gegenseitigen Aufenthalt bei einer Partnerfamilie und dem Schulunterricht vor Ort. Jugendliche der Oberstufe besuchen ihre Partnerinnen oder Partner während zwei Wochen im Kanton Jura oder im grenznahen Frankreich und empfangen diese für zwei Wochen im Aargau. Die vier Austauschwochen finden in frei gewählter Reihenfolge jeweils zwischen Februar und Mitte Juni, während der Schulzeit, statt. Die genauen Austauschdaten bestimmen die beiden Partnerfamilien in Absprache mit der Schule. Nach dem Austausch erhalten die Teilnehmenden eine Bestätigung.