Finissage "Acta Helvetica"
18:30–19:30 Uhr
Lesesaal der Aargauischen Kantonsbibliothek, Aargauerplatz, 5001 Aarau
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Die Aargauer Kantonsbibliothek besitzt mit dem Nachlass der Zuger Magistratenfamilie Zurlauben ein bedeutendes kulturhistorisches Erbe aus der frühen Neuzeit. Nach dem Ende der Helvetischen Republik konnte der Kanton Aargau die Sammlung Zurlaubiana käuflich erwerben. Sie bildete den Grundstock der 1803 gegründeten Kantonsbibliothek.
1973 lancierten der Kanton Aargau und der Schweizerische Nationalfonds unter der finanziellen Beteiligung des Kantons und der Stadt Zug sowie der Kantone Uri, Schwyz, Ob- und Nidwalden, Solothurn und Luzern ein Forschungsprojekt zur Erschliessung der 186 Bände der "Acta Helvetica". Rund 35'000 handschriftliche Dokumente aus dem Familienarchiv wurden zusammengefasst und durch Register erschlossen. Nach 41 Jahren wurden diese Arbeiten Ende 2014 abgeschlossen. Die Erschliessungskosten beliefen sich auf knapp 16 Mio. Franken.
Die hauptsächlich aus dem 16. bis Mitte 18. Jahrhundert stammenden Dokumente sind ein eindrücklicher Beleg für die Bedeutung der Familie Zurlauben und den Einfluss, den sie auf das politische und gesellschaftliche Leben im Kanton Zug und der übrigen Eidgenossenschaft, aber auch in Frankreich und dem restlichen Europa vom 16. bis ins 18. Jahrhundert ausübte.
Die Regesten der Dokumente der Bände 1–144 sind in 17 Serien mit 68 Textbänden und 17 Registerbänden im Druck erschienen. Die Regesten der Dokumente der restlichen Bände liegen vollständig in elektronischer Form vor. Zum Abschluss des Projekts sind alle Regesten der 186 Bände der "Acta Helvetica" auf der Website der Aargauer Kantonsbibliothek zugänglich.