Zusammenlegung der Lehrmittelverlage ist definitiv
Die Lehrmittelverlage der Kantone Bern und Aargau schliessen sich per 1. Juli 2009 definitiv zur Schulverlag plus AG zusammen. Die Regierungsräte der beiden Kantone haben die entsprechenden Verträge genehmigt.
Die Regierungsräte der Kantone Bern und Aargau haben die Voraussetzungen für den formellen Zusammenschluss ihrer beiden Lehrmittelverlage zur Schulverlag plus AG geschaffen. Sie haben die Statuten, den Aktionärsbindungsvertrag, die Vermögens- und Beteiligungsvereinbarung sowie die Eigentümerstrategie genehmigt. Am neuen Verlag werden beide Kantone als Hauptaktionäre gleich stark beteiligt sein. Damit dies gewährleistet ist, leistet der Kanton Aargau dem Kanton Bern eine einmalige Ausgleichszahlung von 1,4 Millionen Franken. Die Option, weitere Kantone oder auch Private als Aktionäre zu beteiligen, steht offen.
Ab 1. Juli 2009 funktioniert die Schulverlag plus AG mit einem neuen Verwaltungsrat und einer neuen Generalversammlung. Auf operativer Ebene übernimmt der bisherige Verlagsleiter der Berner Schulverlag blmv AG, Peter Uhr, die Verantwortung. In den kommenden Monaten erfolgen die Vorarbeiten für den operativen Zusammenschluss der beiden Verlage. Der Verlagsstandort soll dabei in Bern bleiben, ein gemeinsamer Vertriebsstandort im Kanton Aargau muss noch eingerichtet werden.
Mit der neuen Schulverlag plus AG entsteht einer der grössten deutschschweizerischen Verlage für Lehrmittel mit einem im Vergleich zu heute fast doppelt so grossen Heimmarkt. Der gemeinsame Verlag wird zu einem wichtigen Partner der Fachhochschule Nordwestschweiz und der Pädagogischen Hochschule Bern. Auch nach dem Zusammenschluss können die Regierungen der beiden Kantone bei der Entwicklung von Lehrmitteln auf der strategischen Ebene Einfluss nehmen. Schliesslich bringt die Zusammenarbeit auch den Vorteil, dass das unternehmerische Risiko für den einzelnen Kanton stark reduziert wird.