Zeughaus und Waffenplatz Aarau
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Strukturen werden an die neuen Bedürfnisse der Armee angepasst
Armee XXI und die Reorganisation der Armeelogistik haben auch Auswirkungen auf den Standort Aarau: Der Regierungsrat hat deshalb beschlossen, auf den 31. Dezember 2006 den Militärbetrieb "Kantonales Zeughaus und Waffenplatz Aarau" aufzuheben und die verbleibenden Aufgaben, Mitarbeitenden und Strukturen in die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz zu integrieren.
Das am 6. Dezember 2004 vorgestellte Stationierungskonzept der Armee sieht eine massive Reduktion der Armee-Infrastruktur vor. Vor allem im logistischen Bereich ist eine Konzentration der Standorte und eine Aufhebung und Umnutzung zahlreicher Betriebe im Gange. Die Leistungserbringung soll künftig nur noch durch fünf Logistik- und sechs Infrastruktur-Center erfolgen, denen verschiedene Aussenstandorte fachtechnisch angegliedert werden. Im Kanton Aargau ist in Othmarsingen ein Logistik- und ein Infrastruktur-Center im Entstehen. Diese werden im Aargau weiterhin Aussenstandorte in Aarau, Brugg und Bremgarten betreiben. Einzelne Leistungen, wie die materielle Unterstützung der Rekrutenschulen vor Ort, sind jedoch standortgebunden.
Auswirkungen auf den Personalbestand
Dank einer sorgfältigen Personalpolitik konnte der bisherige Stellenabbau von 85 auf 37 Personaleinheiten ohne Entlassungen oder spezielle soziale sowie finanzielle Unterstützungsmassnahmen bewerkstelligt werden. Auf den 1. Januar 2007 erfolgt nun ein weiterer Logistik- und damit Stellenabbau, der nicht mehr mit natürlichen Fluktuationen und der Vermittlung neuer Arbeitsstellen abgefedert werden kann. Vier Mitarbeitende, die älter als 61 Jahre alt sind, werden deshalb in den vorzeitigen Ruhestand treten. Für zwei Mitarbeitende wird eine adäquate Lösung gesucht. Die Chancen stehen gut, für sie in absehbarer Zeit Stellen zu finden.
Der Bund hat die Zeughausverträge mit allen Kantonen auf den 31. Dezember 2006 gekündigt. Nicht betroffen von dieser Kündigung sind die vertraglichen Abmachungen mit jenen Kantonen, die in Zusammenarbeit mit der Eidgenossenschaft einen kantonalen Waffenplatz betreiben. Für den Standort Aarau heisst dies: Die Kaserne, der Schiessplatz Gehren in Erlinsbach, der Ausbildungsplatz Schachen, die Ortskampfanlage Eiken und die militärische Nutzung der Regionalen Schiessanlage Lostorf in Buchs werden weiterhin durch den Kanton betrieben.
Die Aktivitäten auf dem Waffenplatz und im logistischen Bereich werden in einer neu zu bildenden Sektion "Waffenplatz und Logistik" zusammengefasst und in die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz integriert. Diese Sektion wird vom bisherigen Betriebsleiter des Zeughauses und Waffenplatzes Aarau, Urs Müller, geleitet. In der Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz, der Oberst Martin Widmer vorsteht, sind bereits heute alle kantonalen Bereiche des Bevölkerungsschutzes und Wehrwesens zusammengefasst.