Zeitgemässe Strukturen für Kreisforstämter
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Zahl der Forstkreise wird schrittweise reduziert
Die Zahl der Aargauer Forstkreise wird in den nächsten Jahren schrittweise von sechs auf vier reduziert. Im nächsten Jahr werden die Bürostandorte der Kreisforstämter zudem in Aarau konzentriert. Diese Massnahmen sorgen dafür, dass die Abteilung Wald und die Kreisforstämter flexibel auf künftige Anforderungen reagieren können und Synergien noch besser genutzt werden.
Im Rahmen eines extern begleiteten Organisations-entwicklungsprojektes hat die Abteilung Wald in den letzten Monaten verschiedene Organisationsmodelle für die Kreisforstämter geprüft mit dem Ziel, Schnittstellen abzubauen und zu optimieren. "Auslöser waren die besonderen Belastungen im Zusammenhang mit dem Sturm Lothar, die anstehende Einführung der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung WOV, bevorstehende Pensionierungen sowie die seit längerem anhaltende Diskussion um die zweckmässige Anzahl Kreisforstämter", erläutert Regierungsrat Roland Brogli.
In Abwägung aller Vor- und Nachteile hat das Finanzdepartement entschieden, die Zahl der Forstkreise in den nächsten Jahren schrittweise von sechs auf vier zu reduzieren. "Diese Reduktion ist möglich, ohne das bewährte Prinzip des regionalisierten Vollzuges zu verlassen", betont der Finanzdirektor. Für eine Reduktion der Anzahl habe unter anderem auch gesprochen, dass damit das Problem des aus heutiger Sicht zu kleinen ersten Forstkreises gelöst werden könne.
Als erster Schritt wird denn auch das Kreisforstamt 1 in Frick, auf den 30. Juni 2004 aufgehoben und mit dem grössten Teil des 2. Forstkreises, welcher seit der Pensionierung von Kreisförster Jürg Kubat vor einem Jahr von den anderen Kreisförstern stellvertretend betreut wird, zu einem neuen Forstkreis zusammengelegt. Die Leitung übernimmt Kurt Steck, bisheriger Kreisförster des 1. Forstkreises. Das Kreisforstamt 4 (Aarau) wird auf den Zeitpunkt der Pensionierung von Kreisförster Arthur Peyer in drei bis fünf Jahren aufgehoben.
Auf diesen Zeitpunkt tritt die neue Einteilung mit vier Forstkreisen in Kraft. Die zweckmässige Abgrenzung der Forstkreise (vorübergehend 5, später 4 Forstkreise) wird vom Finanzdepartement bis 30. Juni 2004 festgelegt.
Konzentration am Standort Aarau
Gleichzeitig hat das Organisationsentwicklungsprojekt gezeigt, dass mit der Umstrukturierung der Forstkreise auch eine Konzentration der Kreisforstämter am Sitz der Abteilung Wald im Telli-Hochhaus in Aarau sinnvoll ist. Die ohnehin nicht durchgehend besetzten regionalen Bürostandorte haben keinen nennenswerten Publikumsverkehr wie andere regionale Amtsstellen. Die Erfahrungen mit den zwei, bereits seit Jahrzehnten in Aarau stationierten Kreisforstämter 2 und 4 sind zudem durchwegs positiv.
Die Standorte der Kreisforstämter 3 (Baden), 5 (Zofingen) und 6 (Muri) werden deshalb im Laufe des kommenden Jahres nach Aarau verlegt. Erwartet wird von dieser Massnahme insbesondere, dass die Synergien zwischen den Kreisforstämtern und der Abteilung Wald noch besser genutzt und die Ämter damit in verschiedenen Aufgabenbereichen entlastet werden. "Der dezentrale Vollzug durch die Kreisforstämter hat sich bewährt und wird fortgeführt", betont Regierungsrat Brogli. "Auch künftig werden die Kreisförster vor Ort gehen und ihre Aufgaben im direkten Kontakt mit den Revierförstern und Gemeinden lösen."