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Weniger Wildschweinschäden :
Schadensumme im Jahr 2007 auf Niveau der 90er-Jahre

Die starke Bejagung im Jagdjahr 2005 / 2006 und der späte Wintereinbruch im März 2006 führten im Kanton Aargau zu einer wesentlichen Reduktion der Wildschweinbestände. Wieslandschäden entstanden in den Wintermonaten 2006 / 2007 relativ wenige. Die Schadensumme im Jahr 2007 fiel mit rund 260 000 Franken entsprechend gering aus.

In den späten 90er-Jahren haben die Wildschweinschäden im Kanton Aargau stark zugenommen und erreichten 2003 mit einer Schadensumme von rund 600 000 Franken einen Rekordstand. Diese Entwicklung konnte in den vergangenen vier Jahren durchbrochen werden: Die Schadensumme verringerte sich im Kalenderjahr 2007 mit rund 260 000 Franken auf einen Wert, wie er letztmals in den 90er-Jahren erreicht wurde.

Wirksames Rezept gefunden?

"Aufgrund der relativ geringen Schadensumme im Jahr 2007 anzunehmen, dass nun das einzig wirksame Rezept der Wildschweinbejagung und der Schadenverhütung gefunden ist, erscheint allzu gewagt", meint René Urs Altermatt, Leiter der Sektion Jagd und Fischerei im Departement Bau, Verkehr und Umwelt. "Zahlreiche Hinweise deuten aber darauf hin, dass sich die gemeinsamen Anstrengungen der Aargauer Jäger und Landwirte in den vergangenen Jahren auszahlen", ergänzt Altermatt. Tatsache ist, dass sich die Bestandsregulierung den kantonalen Zielwerten sukzessive annähert. Um den Bestand und somit die Schäden gering zu halten, werden anteilsmässig immer mehr Frischlinge und weibliche Tiere erlegt. Zudem konnte der Anteil an Abschüssen in schadengefährdeten Feldkulturen gesteigert werden. Dies führte dazu, dass sich die Wildschweine vermehrt aus den Feldern in den Wald zurückgezogen haben. Allerdings: der Wildschweinbestand kann mit Blick auf die hohe Fortpflanzungsrate rasant zunehmen.

Bestandszunahme zeichnet sich ab

Der geringe jagdliche Eingriff im Jagdjahr 2006 / 2007 ? es wurden rund 530 Wildschweine erlegt ? sowie der milde Winter 2006 / 2007 haben mit grosser Wahrscheinlichkeit den Grundstein für eine Bestandszunahme gelegt. Im auslaufenden Jagdjahr 2007 / 2008 dürften gegen 1000 Wildschweine zur Strecke gebracht worden sein. "Bleibt zu hoffen, dass der Jagddruck in diesen Wochen und allenfalls ein später Wintereinbruch helfen werden, Schäden zu verhüten und den Bestand zu reduzieren", sagt René Urs Altermatt. Und weiter: "Jäger und Landwirte haben während der letzten Jahre in Zusammenarbeit sehr viel erreicht. Gerade in besonders vom Schaden betroffenen Regionen müssen aber die Verhütungsmassnahmen im Bereich Jagd und Landwirtschaft weiter verbessert und konsequent umgesetzt werden."

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt