Weniger verzögerte Schullaufbahnen
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Schul- und Lehrkräftestatistik 2012/13 liegen vor
Die heute bei Statistik Aargau erschienenen Bildungsstatistiken zeigen Spannendes. So war 1998 mehr als die Hälfte der Jugendlichen bei Volksschulabschluss älter als regulär vorgesehen. Dieser Anteil ist seither deutlich gesunken. Die Altersspanne der Lernenden ist dennoch gross. Ende Primarschule erstreckt sie sich über den ganzen Kanton betrachtet auf vier Jahrgänge; vereinzelt gibt es noch jüngere oder ältere Kinder.
Ende Volksschule liegt der Anteil der älteren Lernenden für die deutschsprachigen Jugendlichen bei 38 Prozent (1998: 51 Prozent), für die fremdsprachigen bei 56 Prozent (1998: 69 Prozent). Der breite Altersbereich in der Volksschule ist auch Folge von vorzeitigen oder verspäteten Einschulungen; von Lernenden, die Klassen überspringen oder repetieren, wie auch von Schultypenwechseln in der Oberstufe.
Die 70'690 Volksschülerinnen und Volksschüler des Schuljahres 2012/13 wurden von insgesamt 8'024 Lehrpersonen respektive 5'286 Vollzeitäquivalenten unterrichtet. An den Mittelschulen stehen 5'410 Lernende 517 Vollzeitäquivalenten gegenüber, an den Berufsfachschulen 17'016 Jugendliche 602 entsprechenden Stellen.
Unterschiedliche Entwicklungen je nach Stufe
Die Entwicklung der Zahl der Lernenden und der Lehrkräfte in Vollzeitäquivalenten ist an den Mittelschulen seit 1998 recht parallel verlaufen; zeitweise anders sieht es an den Berufsfachschulen und der Volksschule aus. Die Zahl der Volksschülerinnen und Volksschüler ist seit zehn Jahren rückläufig. Die an Volksschulen unterrichteten Vollzeitäquivalente stiegen leicht an.
Hoher Frauenanteil bei Lehrkräften der Volksschule
Mit einem Anteil von 73 Prozent ist der Lehrkörper an den aargauischen Volksschulen (ohne Kindergarten) nach wie vor frauengeprägt. Das Durchschnittsalter der Lehrpersonen liegt aktuell bei knapp 45 Jahren und ist seit 1996 um 4,6 Jahre angestiegen. Die Lehrerinnen sind im Mittel 3,5 Jahre jünger als die Lehrer.
Weiterer Anstieg in Mittelschulen
Auch an den Mittelschulen und Berufsfachschulen sind die Lehrer im Schnitt älter als die Lehrerinnen; an den Mittelschulen macht die Differenz vier Jahre aus, an den Berufsfachschulen 1,3 Jahre. Nach rückläufigen Lernendenzahlen im Gymnasium zwischen 1999 und 2002 hat sich der Zustrom seither stetig verstärkt. Im November 2012 zählte der Kanton Aargau rund 4‘200 Gymnasiastinnen und Gymnasiasten.
Die Statistiken sind unter www.ag.ch/statistik > Themen > Gesellschaft > Bildung zu finden.