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Weitgehende Zustimmung zu Planungsberichten :
Abschluss der Vernehmlassung zu raumentwicklungAARGAU

Die Reaktionen auf die vorgeschlagenen Hauptausrichtungen und Strategien zur räumlichen und verkehrlichen Entwicklung des Aargaus sind mehrheitlich positiv. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) kann den eingeschlagenen Weg weiterverfolgen. Den kritischen Stimmen und Bedenken muss Rechnung getragen werden.

Alle im Grossen Rat vertretenen Parteien, alle regionalen Planungsverbände, rund die Hälfte der Gemeinden sowie verschiedene Verbände und Organisationen haben an der Vernehmlassung zu den Planungsberichten raumentwicklungAARGAU und mobilitätAARGAU teilgenommen. Die Vernehmlassenden haben sich intensiv mit der anspruchsvollen Materie auseinandergesetzt und viele konstruktive Beiträge zur weiteren Bearbeitung der beiden Berichte nach Aarau gesandt.

Eine erste Auswertung durch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) zeigt, dass der Problemdruck anerkannt ist. Vor allem die weitere Zunahme des Verkehrs, die fortschreitende Zersiedelung und der demographische Wandel werden als Einflussfaktoren betrachtet, die ein rasches und entschlossenes Handeln der politischen Entscheidungsträger erfordern. In diesem Zusammenhang zeigt sich ein Bedarf an Strukturreformen, die zu einer Stärkung der Regionen führen.

Beiden Berichten wird mehrheitlich bescheinigt, dass sie im Grundsatz in die richtige Richtung zielen. Eine gleichartige Entwicklung aller Räume wird kaum mehr als wünsch- und machbar, das Setzen von regionalen Schwerpunkten hingegen als unumgänglich betrachtet. Anlass zu unterschiedlichen Auffassungen geben hingegen die Strategien im Einzelnen und deren räumliche Umsetzung.

An erster Stelle der Bedenken steht die Befürchtung, dass die Entwicklung und Aufwertung der Agglomerationen auf Kosten der ländlichen Regionen und Gemeinden erfolgen könnte. Es müsse ein Ausgleich erfolgen und verhindert werden, dass der ländliche Aargau vom öffentlichen Verkehr abgekoppelt und zum reinen Erholungsraum der Bevölkerung aus den Zentren degradiert wird. "Von Natur und Landschaft allein lebt keine Region" schreiben denn auch verschiedene Gemeinderäte.Weitere Bedenken werden zu den finanziellen Folgen der vorgeschlagenen Strategien geäussert. Diese müssen transparenter dargelegt werden.

Nach der Auswertung der Vernehmlassung nimmt das BVU jetzt die Überarbeitung der beiden Berichte an die Hand. Inhaltliche Schwerpunkte derselben werden die künftige Entwicklung des ländlichen Raums und sein Verhältnis zum urbanen Raum sein. In formeller Hinsicht muss geprüft werden, wie raumentwicklungAARGAU und mobilitätAARGAU den gesetzlichen Anforderungen an Planungsberichte gerecht werden können.Das BVU dankt allen, die an der Vernehmlassung teilgenommen haben. Das grosse Engagement und die aufbauenden Eingaben werden begrüsst. Es darf mit einer zügigen und Erfolg versprechenden Weiterführung der Arbeiten gerechnet werden.

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt