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Weiterer Abbau der Nettoschulden :
Ergebnisse der Gemeindefinanzstatistik 2005

Die Verschuldung der Aargauer Gemeinden konnte gegenüber dem Vorjahr um weitere 18 Prozent auf 637 Franken pro Einwohner abgebaut werden. Damit verfügen die Aargau Gemeinden auch weiterhin über eine solide finanzielle Basis. Im Detail betrachtet ergeben sich jedoch grosse Unterschiede zwischen einzelnen Gemeinden und Regionen. Neueste Zahlen zu den Gemeindefinanzen liefert die Gemeindefinanzstatistik 2005.

Die Nettoverschuldung der Aargauer Gemeinden sank innerhalb eines Jahres um weitere 17.5 % auf 365.6 Mio. Fr. Von den 231 Gemeinden hatten sogar 62 Gemeinden keine Nettoschulden und weitere 31 lagen ebenfalls noch unter dem Durchschnittswert von 637 Franken pro Einwohner.

Der Verwaltungsaufwand sämtlicher Gemeinden im Kanton Aargau belief sich im Jahre 2005 auf 1'814,1 Mio. Fr. oder 3'162 Fr. pro Einwohner. Mit Berücksichtigung von Passivzinsen, Abschreibungen, Finanzausgleich und Ertragsüberschüssen erreichte der Gesamtaufwand 2'206.0 Mio. Fr. (3'845 Fr. pro Einwohner). Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Verwaltungsaufwand pro Einwohner um 87 Fr. und der Gesamtaufwand um 31 Fr.

Die Erträge der Gemeinden stammen aus den folgenden Quellen: Ordentliche Steuern 55.9%, Verwaltungserträge 33,3% (Gebühren, Verkaufserlöse, Beiträge von Bund, Kanton, anderen Körperschaften und Privaten), Aktiensteuern 6.3%, Kapital- und Vermögenserträge 2.5%, Finanzausgleich 1,1%. Im kantonalen Mittel verbuchten die Gemeinden pro Einwohner 2'150 Fr. ordentliche Steuern, 1'280 Fr. Verwaltungserträge, 242 Fr. Aktiensteuern, 94 Fr. Kapital- und Vermögenserträge, 43 Fr. Finanzausgleich. Der Totalertrag (inkl. Buchgewinne und Aufwandüberschüsse) belief sich auf 3'845 Fr.

Auf der Aufwand- bzw. der Ertragsseite sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bezirken und innerhalb der Regionen zwischen den Gemeinden erheblich. Während die Gemeinden des Bezirks Aarau mit einem Aufwand von 4'304 Fr. pro Einwohner deutlich über dem kantonalen Mittel stehen, liegen die Gemeinden des Bezirks Muri mit 3'223 Fr. ebenso klar darunter.

Von den 231 Gemeinden wiesen im Jahr 2005 deren 142 einen Finanzierungsüberschuss von 133,6 Mio. Fr. oder 388 Fr. pro Einwohner aus. Die übrigen 89 Gemeinden hatten einen Fehlbetrag von zusammen 110.6 Mio. Fr. oder 482 Fr. pro Einwohner zu verzeichnen. Insgesamt resultierte somit ein Finanzierungsüberschuss von 23.0 Mio. Fr. oder 40 Fr. pro Einwohner.

  • Departement Finanzen und Ressourcen