Waldbewirtschaftung nach Lothar
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Massnahmenpaket verabschiedet
Nur zwei Monate nach dem Orkan hat die Aargauer Regierung ein Massnahmenpaket zur Bewältigung der Sturmschäden verabschiedet.
Das geschnürte Paket ist dreiteilig. Zum einen wird die nachhaltige Waldbewirtschaftung, wie im Waldgesetz postuliert, verstärkt weitergeführt. Die Abgeltungen für die Jungwaldpflege und den Naturschutz sollen möglichst ungekürzt ausgerichtet werden. Im Rahmen des Naturschutzprogramms sollen zusätzliche Waldreservate auf Sturmflächen eingerichtet werden.
Zum andern hat die Regierung für Sofortmassnahmen einen Betrag von 900'000 Franken beschlossen. Mit diesen Mitteln werden vor allem die werterhaltende Holzlagerung und die Selbsthilfemassnahmen des Aargauischen Waldwirtschaftsverbandes bei der Holzvermarktung unterstützt. In Koordination mit dem Bund werden Luftbilder hergestellt, die zur Planung der Wiederbewaldung notwendig sind. Schliesslich wird im Habsburger Staatswald im Rahmen eines Versuchsprogramms das Holz liegen gelassen, um die natürliche Wiederbewaldung zu beobachten. Zurzeit ist die Abteilung Wald auf der Suche nach Waldbesitzern, die interessiert sind, Sturmflächen als Waldreservate auszuscheiden.
Schliesslich werden zusätzliche, befristete Massnahmen vorgeschlagen, die der Grosse Rat noch zu beschliessen hat. Gerechnet wird für die Jahre 2000-2004 mit insgesamt 10 - 15 Millionen Franken für den Kanton, die auch Bundesbeiträge auslösen werden. Für konkrete Zahlen ist es aber heute noch zu früh. Die hohen Kosten fallen vor allem in den Folgejahren an, wenn es um die Wiederbewaldung der grossen Schadenflächen geht. In diesem Bereich soll der Schwerpunkt der zusätzlichen kantonalen Mittel liegen. Der Sturm soll auch als Chance für den Aufbau naturnaher Wälder genutzt werden. Um ein Überangebot zu verhindern und damit den Druck auf die Holzpreise zu mildern, gibt es keine Beiträge an das Aufrüsten von Sturmholz. Unterstützt wird aber die Verhütung von Folgeschäden durch Borkenkäferbefall.
Der wirkungsvollste und nachhaltigste Beitrag zur Bewältigung von Lothar ist die Verwendung von möglichst viel Holz.