Wachsende Neubautätigkeit im Wohnungsbereich
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Ergebnisse der Baustatistik 2002/2003
Die Bauausgaben des Jahres 2002 haben sich gegenüber dem Vorjahr um knapp 4 Prozent erhöht. Grund für dieses Wachstum ist zur Hauptsache der private Wohnungsbau, der einen Anstieg des Bauvolumens von über 70 Mio. Franken (+5,2%) verzeichnete.
Gemäss den Resultaten der Baustatistik belaufen sich die Bauausgaben im Jahr 2002 auf insgesamt 2'949,5 Mio. Franken. Dies entspricht einem Anstieg von 3,9 Prozent bzw. um nominal 111,3 Mio. Franken gegenüber dem Vorjahr. Dabei stieg das Bauvolumen des privaten Wohnungsbau um 71,1 Mio. Franken (+5,2%), der Industrie- und Gewerbebau um 7,9 Mio. Franken (+1,5%) und der übrige private Bau um 32,1 Mio. Franken (+18,6%). Das Bauvolumen der öffentlichen Haushalte (Hoch- und Tiefbau inkl. Unterhaltsarbeiten) verblieb auf dem Vorjahresstand von 762 Mio. Franken.
Aufgrund der gemeldeten Bauvorhaben ist für 2003 ein Ausgabenwachstum von rund 3 Prozent zu erwarten. Beim privaten Wohnungsbau wird das Wachstum aber voraussichtlich tiefer ausfallen.
Das höhere Bauvolumen des Wohnungsbaus hat auch Auswirkungen auf die Zahl der erstellten neuen Wohnungen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau insgesamt 2'698 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 207 (+8,3%) mehr als im Jahr 2001. Von den neuerstellten Wohnungen waren rund die Hälfte (1'277) Einfamilienhäuser.
Trotz der erhöhten Wohnungsproduktion sank im Kanton Aargau der Leerwohnungsbestand (gemessen jeweils am 1. Juni) erneut. Der Bestand der leerstehenden Wohnungen ist nämlich um weitere 534 Einheiten auf 2'844 Wohnungen zurückgegangen. Dieser Rückgang ist sowohl auf leerstehende Wohnungen, die älter als zwei Jahre sind (minus 483 Wohnungen), als auch auf leerstehende Wohnungen in Neubauten (minus 51 Wohnungen) zurückzuführen. 21,6 Prozent der leerstehenden Wohnungen (614) sind Einfamilienhäuser, die zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschrieben sind.