Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Vorwärts mit den Berufsschulen :
Klärung der Schul-Standorte

Der Regierungsrat will den Projektierungsstopp bei den Berufsschulen möglichst rasch aufheben. Er unterbreitet dem Grossen Rat ein Berufsschul-Standortkonzept. Aus mehreren Varianten schlägt er das Szenario "Stabilo" vor. Dieses basiert auf den bisherigen Berufsschul-Standorten, schliesst jedoch Berufsfeld-Konzentrationen ein.

Der Regierungsrat löst damit seine Zusage ein, dem Grossen Rat noch dieses Jahr ein vom Gesamtkonzept für alle kantonalen Schulen inkl. Berufsbildung (Staks) losgelöstes Berufsschulstandortkonzept zu unterbreiten. Grundlage bilden der kantonale Richtplan und das Schulleitbild Aargau, das die Konzentration von Schulen der Berufsbildung vorsieht.

Regierung bevorzugt "Stabilo"

Das Berufsschulstandortkonzept geht vom Ist-Zustand aus und entwickelt die 3 Szenarien Stabilo, Regio und Centro. Der Regierungsrat will die Variante Stabilo, welche die bisherigen Standorte Aarau, Baden, Brugg, Lenzburg, Rheinfelden, Wohlen und Zofingen vorsieht. Die kaufmännischen Berufsschulen Zurzach und Reinach, die bereits diesen Sommer mit den Schulen Baden resp. Lenzburg fusionierten, werden als selbständige Schulorte aufgehoben. Solange die Schulvorstände der fusionierten Berufsschulen es als richtig erachten, können Klassen nach wie vor in Zurzach und Reinach unterrichtet werden. Ausserdem ist im Szenario vorgesehen, weitere gewerblich-industrielle und kaufmännische Berufsschulen, die dasselbe Gebäude nutzen, als Berufsbildungszentren zusammenzufassen.

Kompetenzzentren bilden

Seinen Entscheid für Stabilo begründet der Regierungsrat mit den Ergebnissen einer Nutzwertanalyse sowie raumplanerischen und regionalpolitischen Erwägungen. Bei der Gesamtbetrachtung unterscheiden sich Kosten-Nutzen-seitig die 3 Szenarien nur marginal. Im Vergleich zum Ist-Zustand können mit Stabilo Berufsfelder besser zusammengeführt werden. Dies wiederum fördert die Bildung von Kompetenzzentren.

Projektierungsstopp aufheben

In der Botschaft an den Grossen Rat wird ausgeführt, dass Stabilo es ermöglicht, zu einem späteren Zeitpunkt auch auf ein anderes Szenario umzuschwenken - je nach Entwicklung der Berufsbildung und Ergebnis der Diskussion um die Fachhochschulen. Aus diesem Grund muss der Projektierungsstopp für den Standort Brugg, wo die Fachhochschulfrage noch geklärt werden muss, beibehalten werden. An den andern Standorten soll er jedoch nach dem Entscheid des Grossen Rates unverzüglich aufgehoben werden. Um Fehlinvestitionen zu vermeiden, kann der Regierungsrat Bauvorhaben etappieren lassen.

Bei seiner Entscheidungsfindung für eines der Szenarien verzichtet der Grosse Rat auf die im urprünglichen Gesamtkonzept (Staks) geforderte Gesamtschau über alle kantonalen Schulen inklusive der Fachhochschulen. Andererseits legt er mit einem raschen Entscheid ein klares Bekenntnis zu den zukünftigen Berufsschul-Standorten und damit zur gezielten Weiterentwicklung der Berufsbildung im Kanton ab.

  • Staatskanzlei