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Volkszählung 2000 :
Haushalte und Familien / Gebäude und Wohnungen

Knapp jeder dritte Haushalt im Aargau umfasste 2000 nur eine Person (1990: jeder vierte). Die Paarhaushalte mit oder ohne Kinder machten 61,3% aller Haushalte aus. Allerdings muss dazu präzisiert werden, dass die effektive Zahl der Paare noch höher liegt, da Paare, die keinen gemeinsamen Haushalt führen, nicht als solche erkannt werden.

Anlässlich der Volkszählung 2000 zählte der Kanton Aargau 227'795 Haushalte, wovon der grösste Teil (224'129 oder 98,4%) auf Privathaushalte fiel. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse lag bei 2,40 Personen pro Haushalt.

Starke Zunahme der Einpersonenhaushalte

Eine markante Zunahme erfuhr die Zahl der Einpersonen-haushalte; sie verdoppelten sich zwischen 1980 und 2000 nahezu. Wegen dieser überdurchschnittlichen Zunahme stieg ihr Anteil von 22,2% (1980) auf 30,3% (2000), also beinahe auf ein Drittel. Damit lebten im Jahr 2000 12,6% der Wohnbevölkerung des Kantons Aargau allein. Das heisst aber auch, dass trotz des massiven Anstiegs der Zahl der Einpersonenhaushalte die Mehrheit der Bevölkerung immer noch in einem Paarhaushalt mit oder ohne Kinder wohnt.

Durchschnittliche Haushaltsgrösse weiter rückläufig

Während die durchschnittliche Haushaltsgrösse seit 1970 gesamthaft kontinuierlich zurückging, war bei den Haushalten mit Kindern, sowohl bei den Paar-, als auch bei den Eineltern-haushalten, seit 1990 erstmals wieder ein leichter Anstieg zu vermerken. Bei den Ehepaarhaushalten mit Kindern stieg die Anzahl Personen pro Haushalt von 3,92 auf 3,97, weil die durchschnittliche Zahl der Kinder leicht zunahm.

Gebäude und Wohnungen

79,3% aller reinen Wohngebäude im Aargau sind Einfamilienhäuser. Darin leben 223'936 Personen oder 40,9% der Bevölkerung. Etwas weniger (33,1%), leben in einem Mehrfamilien-haus. Der Gebäudeanteil der Mehrfamilienhäu-ser liegt mit 10,5% erwartungsgemäss deutlich unter demjenigen der Einfamilienhäuser.

Zum Erhebungszeitpunkt der Volkszählung 2000 zählte der Kanton Aargau 125'279 Gebäude (ohne Notunterkünfte), in denen 533'115 Personen lebten. Diese Gebäude umfassten 240'640 Wohneinheiten, wovon 240'092 (99,8%) mit einer Küche oder Kochnische ausgerüstet sind und dementsprechend gemäss Definition als "Wohnungen" bezeichnet werden.

Gasheizungen im Vormarsch

Drei von vier bewohnten Wohnungen wurden 1960 mit Hilfe von Holz oder Kohle beheizt. Zwischen 1960 und 1970 erlebte die Oelheizung einen enormen Aufschwung und verdreifachte ihren Anteil von 24,3% auf 70,2%. Auch zum Erhebungszeitpunkt der Volkszählung 2000 stand das Heizöl als Energieträger klar an erster Stelle. Gegenüber vor zwanzig Jahren hat das Heizöl prozentual aber um 15 Prozentpunkte verloren. Zu den Gewinnern gehört vor allem das Gas; Gas liegt mit 16,3% nun deutlich vor Holz und Kohle, welche seit 1960 sowohl in absoluten als auch in relativen Zahlen ihre einstmalige Bedeutung verloren haben.

Jedes dritte Gebäude in den letzten 20 Jahren erbaut

Ein immer noch beachtlicher Teil der Gebäude (17%) wurde vor 1919 gebaut. 39'674, d.h. rund ein Drittel der Gebäude, wurden aber erst in den letzten zwei Jahrzehnten erstellt. Dabei hat sich der rezessionsbedingte Rückgang der Bautätigkeit in den vergangenen Jahren noch nicht in den Resultaten der Volkszählung niedergeschlagen.

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