Viele Kosovoflüchtlinge wollen zurück
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Zahl der Heimkehrwilligen steigt
Die ehemals überfüllten Flüchtlingslager in Albanien und Mazedonien sind bereits weitgehend leer. Der Grossteil dieser Kosovoflüchtlinge ist in die Heimat zurückgekehrt. Auch in der Schweiz steigt die Zahl der Rückkehrwilligen stetig. Die aargauischen Behörden verzeichnen bereits 200 interessierte Personen.
Nachdem aus den Nachbarländern des Kosovo bereits der Grossteil der Flüchtlinge zurückgekehrt ist, steigt nun auch die Zahl der Rückkehrwilligen in der Schweiz. Die Beratungsstelle der Fremdenpolizei wird zur Zeit regelrecht überrannt. Gegen 200 Personen haben sich bereits gemeldet. Sie alle wollen möglichst bald nach Hause zurückkehren.
Bereits kurz nach Kriegsende meldeten sich die ersten freiwilligen Rückkehrer bei der Fremdenpolizei. Sie mussten damals vertröstet werden, weil es noch keine Möglichkeit für eine Rückkehr gab. Seit dem 1. Juli besteht nun aber das Programm des Bundes zur freiwilligen Rückkehr von Kriegsvertriebenen aus dem Kosovo. Dieses Programm wurde von der Fremdenpolizei schnell und unbürokratisch umgesetzt. Noch vor der offiziellen Ankündigung von Rückflügen wurden die nötigen Daten der Rückkehrwilligen gesammelt und dem Bund die ersten Personen gemeldet. Die schnelle Reaktion hat sich gelohnt. Im ersten Flug vom 20. Juli kehren rund 100 Flüchtlinge in die Heimat zurück, davon die Hälfte aus dem Kanton Aargau.
Trotz der grossen Zahl von Rückkehrwilligen hat die Fremdenpolizei festgestellt, dass ein Teil der Flüchtlinge nach wie vor zu wenig über das Rückkehrprogramm informiert ist. Aus diesem Grund wird den Gemeinden und den Betreuungsstellen des Kantonalen Sozialdienstes in den nächsten Tagen ein Merkblatt mit den wichtigsten Informationen für die Flüchtlinge zur Verfügung gestellt.