Verständnisvolle Grundeigentümer
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Kataster der belasteten Standorte: erfolgreicher Pilotversuch im Bezirk Laufenburg
Anfang September sind die Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer von ehemaligen Deponien und Unfallstandorten im Bezirk Laufenburg über den vorgesehen Eintrag ihres Grundstücks in den Kataster der belasteten Standorte informiert worden. Jetzt werden die rund 2500 Grundstückbesitzer der übrigen Bezirke informiert.
Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat Anfang September 2005 rund 200 Eigentümerinnen und Eigentümer von ehemaligen Deponien und Unfallstandorten im Bezirk Laufenburg über den Eintrag ihres Grundstückes in den Kataster der belasteten Standorte (KBS) informiert. Bis Mitte Dezember werden nun auch die rund 2500 Betroffenen in den übrigen Bezirken des Kantons benachrichtigt.
Der Pilotversuch im Bezirk Laufenburg ist erfolgreich verlaufen. Rund 70 % der Eigentümerinnen und Eigentümer haben auf die Post aus dem BVU geantwortet, wobei mehr als die Hälfte den vorgesehen Eintrag in den KBS kommentarlos zur Kenntnis genommen hat. Bei den restlichen Rückmeldungen wurden meist geringfügige Änderungen des Eintrags verlangt. Die grosse Mehrheit der Betroffenen zeigte Verständnis für die Notwendigkeit des Katastereintrags. Negative Reaktionen waren nur wenige zu verzeichnen.
Die telefonische Hotline, an die sich die Betroffenen bei Fragen wenden konnten, hat sich bewährt und wird jetzt wieder aktiviert. Werden Änderungen oder die Nichtaufnahme in den Kataster beantragt, erhalten die Grundeigentümer-/innen nach erfolgter Prüfung und Bearbeitung im Laufe des nächsten Jahres die aktualisierten Informationen. Wird keine Einigung erzielt, kann gegen den vorgesehen Eintrag rechtlich vorgegangen werden.
Der bisher hohe Anteil von zustimmenden Rückmeldungen hängt mit der kontinuierlichen und aktiven Informationspolitik des BVU zusammen. Bereits im Jahre 2003 sind die Grundeigentümerinnen und -eigentümer über das Projekt vorinformiert, zum Teil befragt worden und hatten entsprechend Zeit, sich mit der Materie auseinanderzusetzen.
Von den ursprünglich 3800 im Projekt bearbeiteten Deponie- und Unfallstandorten im Kanton Aargau verbleiben rund 1300, die wegen der grossen Wahrscheinlichkeit einer Schadstoffbelastung in den KBS eingetragen werden. Etwa 10 % davon müssen aufgrund einer möglichen Gefahr für das Trinkwasser untersucht werden. Bei den übrigen Standorten werden genauere Abklärungen über die Belastungssituation nur nötig, wenn Bauvorhaben anstehen. Insbesondere, um eine umweltgerechte Entsorgung des Aushubs sicher zu stellen.
Im Laufe des nächsten Jahres werden die Informationen über ehemalige Deponien und Unfallstandorte für die Bevölkerung zugänglich sein. Als Folge davon kann der Kanton mit Bundesbeiträgen rechnen, die für das rechtzeitige Erstellen des KBS in Aussicht gestellt worden sind.
Die Erhebung der Betriebsstandorte, das heisst, Gewerbe- und Industriebetriebe mit Schadstoffbelastungen im Untergrund, wird voraussichtlich bis Ende 2008 abgeschlossen sein.