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Verbesserte Lehrstellensituation im Aargau :
Förderung durch Lehrstellenbeschlüsse

Die Zahl der eingegangenen Lehrverhältnisse im Aargau ist 2001 erneut angewachsen auf mehr als 14'300. Gegenüber dem Tiefststand von 1995 ist dies fast ein Viertel mehr. Diese Steigerung ist auf die Bereitschaft von Betrieben in Dienstleistung, Industrie und Gewerbe und auch auf die Wirkung von Bundesbeschlüssen zurückzuführen.

Die Eidgenössischen Räte haben in der zweiten Hälfte der 90er Jahre mit zwei Lehrstellenbeschlüssen Gelder zur Innovationsförderung in der Berufsbildung bewilligt. Der gegenwärtige Lehrstellenbeschluss läuft seit 2000 bis Ende 2004. Die Tranche, die dem Aargau zugesprochen wurde, beträgt für diesen Zeitraum 3,8 Millionen Franken. Heute sind davon rund 45 Prozent für 26 Projekte fest zugesichert. Vorgesehen sind weitere 1,5 Millionen Franken für grössere Projekte, unter anderem für die KV-Reform und Berufsfeld-Zusammenfassungen im Bereich der Bauplanungsberufe sowie bei der Hauswirtschaft und Gesundheit. Der Rest von ca. 600'000 Franken verbleibt als Konsolidierungsreserve.

Weitere Verbesserungen geplant

Neben einer erfreulichen quantitativen Steigerung der Lehrverhältnisse ist ein weiteres Ziel, eine qualitative Verbesserung der Berufsbildung zu erreichen. Beispiele sind die Pilot-Projekte IT-School Baden (4 Jahre mit Basislehrjahr) und Mediamatik (4 jährige duale Lehre), welche mit neuen pädagogischen und organisatorischen Massnahmen eine zukunftsorientierte und wegweisende Berufsbildung fördern. Daneben werden bei Projekten im Bereich der Brückenangebote und bei eher traditionellen Berufen neue praktizierbare Qualitätsmassstäbe angelegt.

Die Abteilung Berufsbildung und Mittelschule stellt aber auch fest, dass verschiedene Projekte für die Beteiligten zu komplex werden. Dann ist es Aufgabe des Kantons, koordinierend einzugreifen und Prioritäten zu setzen, um damit einfachen, tragfähigen Lösungen im betrieblichen und schulischen Bereich zum Durchbruch zu verhelfen.

Schwerpunkte für 2002

Die paritätische Begleitgruppe zum Lehrstellenbeschluss im Aargau hat deshalb für 2002 folgende Schwerpunkte festgelegt:
- Projekte enger koordinieren
- Gleichstellungsfragen verstärkt vernetzen
- Brückenangebote einer kantonalen Lösung zuführen und koordinieren
- die Verbreitung der KV-Reform im Aargau sicherstellen und erleichtern
- Berufsfeld-Reformen systematisierend unterstützen (Landwirtschaft, Gesundheit, Hauswirtschaft, Bauplanung, IT)
- traditionelle Berufsfelder in Absprache mit den Verbänden optimieren.

Was sich Jugendliche wünschen und was auf dem Lehrstellenmarkt angeboten wird, stimmt häufig nicht überein: Die Renner unter den Berufslehren im Aargau finden sich in den Berufsfeldern KV, Informatik und Technik. Dort herrschen bei den Lehrstellensuchenden Engpässe, während bei handwerklichen Berufen und insbesondere im Bauwesen, den "grünen" Berufen und gewissen Lebensmittelbranchen zur Zeit noch viele offene Lehrstellen unbesetzt sind. Hier werden ebenfalls Verbesserungen angestrebt in Zusammenarbeit mit den Betrieben, die Lehrstellen anbieten.

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