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Überschwemmungs-Schutz für Villmergen :
Baubeginn für Hochwasserrückhaltebecken "Drachtenloch"

Am 17. August wurde in Villmergen mit dem Bau des Hochwasserrückhaltebeckens "Drachtenloch" begonnen. Das Becken am Hinterbach schützt das Dorf zukünftig vor Überschwemmungen.

Die Gesamtkosten für der Bau des Hochwasser-rückhaltebeckens im "Drachtenloch" am Hinterbach oberhalb von Villmergen belaufen sich auf rund 4.4 Millionen Franken. Diese Investition in die Zukunft rechnet sich: Den Baukosten stehen nämlich geschätzte Hochwasserschäden von ungefähr 9.0 Millionen Franken gegenüber, welche durch das Hochwasserrückhaltebecken in den nächsten drei bis vier Generationen verhindert werden können. Die Gemeinde Villmergen, der Kanton und der Bund haben deshalb einer gemeinsamen Finanzierung des Bauwerks zugestimmt.

Das bisher grösste Hochwasser am Hinterbach hatte in Villmergen am 18./19. Mai 1994 einen Sachschaden von mehreren Millionen Franken verursacht. Die Gemeinde und der Kanton arbeiteten daraufhin das Projekt für das Hochwasserrückhaltebecken aus. Das Bauwerk wird voraussichtlich Ende 2005 betriebsbereit sein.

Das Rückhaltebecken gehört zu einem ausgeklügelten Hochwasserschutzplan. Bei Unwettern wird das Bachwasser oberhalb Villmergen abgebremst und aufgestaut, wobei sich das Rückhaltebecken langsam füllt. Das Wasser wird dann in reduzierter Menge in Richtung Dorf abgeleitet. Dank dieser Massnahme kann auf einen teuren Vollausbau des Hinterbachs durch das Dorfgebiet verzichtet werden. Die in den Jahren 1999/2000 erfolgte Sanierung einiger weniger Engstellen reicht aus, um die reduzierte Wassermenge schadlos abzuführen.

Kernstück des Hochwasserrückhaltebeckens ist ein rund 13 Meter hoher und 80 m breiter Erddamm, der quer zum Tal geschüttet wird. Dazu werden rund 34'000 Kubikmeter gemischtkörniges Erdmaterial benötigt. Hinter diesem Damm kann maximal 122'000 Kubikmeter Wasser auf-gestaut werden. Als Ablauf wird ein Stollen unter dem Erddamm durchgeführt. Die Drosselöffnung am Einlauf des Stollens lässt nur einen Abfluss von maximal 6 Kubikmetern pro Sekunde passieren.

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