Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Trendwende am Arbeitsmarkt :
Starker Rückgang der offenen Stellen

Im November ist die Zahl der Arbeitslosen im Kanton Aargau um 467 Personen auf 7331 angestiegen. Die Arbeitslosenquote stieg im Aargau von 2,2 auf 2,4 Prozent; in der Schweiz von 2,5 auf 2,7 Prozent. Bei den offenen Stellen ist ein starker Rückgang um 536 auf 800 zu verzeichnen. Deutlich mehr Betriebe melden Kurzarbeit an.

Bei den aargauischen Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) waren Ende November 2008 7331 Personen arbeitslos gemeldet. Das sind 467 mehr als im Vormonat und 369 mehr als im November 2007. Die Zahl der Stellensuchenden zu denen nebst den Arbeitslosen unter anderem Personen in der Kündigungsphase, in einem Beschäftigungsprogramm und in einem Zwischenverdienst zählen ist um 567 auf 10'664 angestiegen.

Ein Anstieg war aus saisonalen und konjunkturellen Gründen erwartet worden. Der signifikante Anstieg markiert eine klare Trendwende am Arbeitsmarkt.

Bei den jugendlichen Arbeitslosen hat sich der Beschäftigungsrückgang unterschiedlich ausgewirkt. Die Zahl der Arbeitslosen unter 20 Jahren beträgt wie im Vormonat 437, die Quote 2,3 Prozent. Bei den 20- bis 24-Jährigen Arbeitslosen stieg die Zahl um 121 auf 1074. Die Quote in dieser Altersklasse stieg von 3,6 auf 4,0 Prozent.

Die konjunkturell angespannte Situation und die getrübten Aussichten haben zu einem ungewöhnlich starken Rückgang der Zahl der offenen Stellen geführt. Ende November waren bei den RAV noch 800 Stellen gemeldet, 536 weniger als im Oktober 2008 und 344 weniger als im November 2007. Die RAV besetzten im November 256 Stellen, 58 weniger als im Vormonat.

Die Zahl der Voranmeldungen für Kurzarbeit ist markant angestiegen. Im September 2008 meldeten 3, im Oktober 14 und im November 43 Betriebe Kurzarbeit an.

Im September 2008 wurden im Aargau 81 Personen ausgesteuert. Das sind 35 weniger als im August. Die Zahl der Aussteuerungen unterliegt starken monatlichen Schwankungen.

Das AWA hat auf die steigenden Stellensuchendenzahlen reagiert. Die Kapazität von arbeitsmarktlichen Erstmassnahmen (Standortbestimmungskurse) wurde in Absprache mit den Anbietern erhöht; ebenso soll der Personalbestand im AWA laufend der Entwicklung der Zahl der Stellensuchenden angepasst werden.

  • Departement Volkswirtschaft und Inneres