Tötungsdelikt Brittnau: Anklageerhebung
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm hat gegen einen heute 29-jährigen Marokkaner Anklage erhoben. Ihm wird vorgeworfen, im April 2012 einen damals 63-jährigen Schweizer an dessen Wohnort getötet zu haben.
Die Staatsanwaltschaft Zofingen-Kulm erhob gegen den heute 29-jährigen Marokkaner Anklage wegen Mord, Raub und weiteren Delikten.
Äusserst brutales Tatvorgehen
Dem Beschuldigten wird vorgeworfen, das Opfer in der Tatnacht überraschend attackiert zu haben. Danach habe er das Opfer mit einem Leintuch an Händen und Füssen gefesselt. Sodann habe der Beschuldigte in der Absicht, vom Opfer Wertsachen zu erbeuten, mit einem Holzscheit auf das Opfer eingeschlagen und dieses gewürgt. Das Opfer ist letztendlich an den ihm zugefügten, äusserst schweren Verletzungen verstorben.
Der Beschuldigte, der sich seit Januar 2013 im vorzeitigen Strafvollzug befindet, ist grundsätzlich geständig, bringt jedoch vor, dass er in Notwehr gehandelt habe. Der Antrag der Staatsanwaltschaft wird an der Hauptverhandlung bekannt gegeben.
Untersuchungen auch im Ausland
Das Opfer wurde am 16. April 2014 tot in seinem Haus aufgefunden. Kurz darauf konnte der Beschuldigte in der Asylunterkunft in Muri/AG verhaftet werden. Im Verlaufe der Untersuchung wurden umfangreiche wissenschaftliche Gutachten zur Rekonstruktion der Tat in Auftrag gegeben. Mehrere gestellte Rechtshilfeersuchen und Befragungen im Ausland zogen das Verfahren in die Länge.
Die Anklage ist am Bezirksgericht Zofingen hängig.
(Vgl. auch die Medienmitteilungen der Kantonspolizei Aargau vom 17. April 2012 und der Staatsanwaltschaft vom 17. April 2012, 20. April 2012, 24. April 2012 und vom 2. Mai 2012)