Hauptmenü

Alle Medienmitteilungen

Tierische Lebensräume vernetzt :
Einweihung der Bauwerke für Wildtiere am Baregg

Im Beisein von rund 80 geladenen Gästen - darunter Baudirektor Peter C. Beyeler und WWF-Schweiz-CEO Hans-Peter Fricker - wurden am Baregg im Rahmen einer schlichten Feier die Bauwerke für Wildtiere eingeweiht. Die Wildunterführung an der A1, die Überführung an der Kantonsstrase K 419 sowie der Amphibien- und der Kleintierdurchlass an der Mellingerstrasse wurden als Ausgleichsmassnahmen zum Bau des Bareggtunnels erstellt.

Rund 80 geladene Gäste aus Umweltverbänden, der Jägerschaft und der Politik waren in Birmenstorf unmittelbar an der Autobahn A1 dabei, als die drei rund um den Baregg erstellten Bauwerke für Wildtiere offiziell ihrem Zweck übergeben wurden. Die Einweihung wurde musikalisch umrahmt durch die Jagdbläserformation "Badener Gold".

"Wer die Natur nützt, muss sie auch stützen", betonte Baudirektor Peter C. Beyeler in seinem Referat an der Einweihungsfeier." Beyeler plädierte für eine nachhaltige, ausgewogene Entwicklung: "Wirtschaft und Ökologie gehören zusammen." Auch Hans-Peter Fricker, CEO von WWF Schweiz, sah einen wichtigen Symbolgehalt in der Tatsache, dass nach der Eröffnung des Bareggtunnels auch die Wildtierkorridore feierlich ihrer Bestimmung übergeben werden konnten. "Wir gehen damit den Weg des durchaus möglichen Miteinanders von Mensch und Natur, von Zivilisation und Wildnis", meinte er in seiner Ansprache. Erhard Huwyler, Präsident des Aargauischen Jagdschutzvereins, fand viel Lob für die Wildtier-Bauwerke am Baregg: "Die Bauten entsprechen unserem Leitbild für die Jagd und auch unseren ethischen Wertvorstellungen über den Schutz der Wildtiere."

Gesamtkosten von CHF 7,7 Mio.

Die Wildtierüberführung über den Autobahnzubringer in Birmenstorf und die Unterführung unter der A1 bei der Ausfahrt Baden-West sind zentrale Elemente des Wildtier-Vernetzungskorridors Grosszelg. Sie sollen die Wildtiere beim Queren der Verkehrswege schützen und die beiden Lebensräume südlich und nördlich der A1 wieder miteinander verbinden. Der Amphibien- und der Kleintierdurchlass in Dättwil ermöglichen Fröschen, Mardern und allen andern Kleintieren ein gefahrloses Unterqueren der stark befahrenen Mellingerstrasse. Die Amphibien werden dabei durch die Leit-Bauwerke entlang der Fahrbahn zum feucht gehaltenen Durchlass geführt.

Die Kosten für die vier Wildtier-Bauwerke am Baregg belaufen sich mit den Umgebungsarbeiten auf rund CHF 7,7 Mio., wovon der grösste Teil vom Bund übernommen wird. In den nächsten Jahren wird die Nutzung der Unter- und Überführungen durch die Wildtiere genau untersucht. Aufgrund der Ergebnisse können gegebenenfalls Anpassungen oder Verbesserungen an den Bauwerken und an der Umgebungsgestaltung vorgenommen werden.

  • Staatskanzlei