Thurgauer Modell als Vorbild?
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Präsidentenkonferenz der Aargauischen Krankenhäuser
Die neue Thurgauer Spitallandschaft ist auch für den Aargau ein interessantes Denkmodell. Über die Neuorganisation des Thurgauischen Spitalwesens konnten sich die Präsidenten der Aargauischen Krankenhäuser an ihrer Jahreskonferenz im Pflegeheim Sennhof in Vordemwald ein Bild machen.
Seit dem 1. Januar dieses Jahres sind die vier thurgauischen Spitäler und Kliniken in einer privatrechtlich organisierten Aktiengesellschaft zusammengeschlossen. Die Aktien befinden sich zwar nach wie vor zu 100 Prozent in der Hand des Staates, doch soll die neue Rechtsform durch die Nutzung von Synergien mehr Spielraum schaffen . Wie Dr. Jakob Weilenmann, Leiter des Thurgauer Gesundheitsamtes, an der Präsidentenkonferenz der Aargauischen Krankenhäuser in Vordemwald ausführte, wurde die Neuorganisation in nur anderthalb Jahren realisiert.
Gesundheitsdirektor Ernst Hasler zeigte sich vom Thurgauer Kooperationsmodell beeindruckt. Als eine mögliche Variante könne dieses Modell auch in das Projekt "Spitallandschaft Aargau" einfliessen. Wichtig sei das Hinwirken auf eine generelle Entflechtung zwischen der strategischen und der operationellen Ebene.In seinem Eingangsreferat dankte der Gesundheitsdirektor allen Beteiligten im aargauischen Gesundheitswesen. Überall seien qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am Werk. Auch im Vergleich habe der Aargau eine gute Gesundheitsversorgung. Dennoch müsse man sich die Frage stellen, mit welchen Reformen die gute Position auf Dauer erhalten werden könne. So bezeichnete Regierungsrat Hasler die vom Bundesrat in die Vernehmlassung geschickte Revision des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) als Schritt in die richtige Richtung. Als Kostendämpfungsmassnahme sieht die Revision die Auflösung des Vertragszwangs der Krankenkassen mit den Ärzten vor.
Schliesslich lancierte Gesundheitsdirektor Ernst Hasler die Idee eines nationalen Gesundheitsforums. Da auf viele brennende Fragen die Antwort des Bundes noch immer ausstehe, sollten sich die interessierte Kreise zusammenschliessen. Das Ziel sei die Erarbeitung von konkreten Vorschlägen bezüglich kostendämpfender Massnahmen im Gesundheitswesen.