TarMed: Fristgerechte Einführung fraglich
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Sozialpartnergespräch im Gesundheitswesen
Die fristgerechte Einführung des neuen Tarifsystems "TarMed" im Schweizer Gesundheitswesen auf den 1. Januar 2001 ist fraglich. Dieser Tenor beherrschte das erste Gespräch der Sozialpartner im Aargauer Gesundheitswesen seit der Amtsübernahme durch Gesundheitsdirektor Ernst Hasler
Zum ersten Mal seit dem Amtsantritt von Regierungsrat Ernst Hasler im Oktober des vergangenen Jahres trafen sich sämtliche Partner des Aargauer Gesundheitswesens zum gemeinsamen Gespräch. Vertreten waren neben der Spitalabteilung des Gesundheitsdepartementes die Vereinigung der Aargauischen Krankenhäuser (VAKA), Vertreter der Privatkliniken, der aargauische Krankenkassenverband (AKV), die Ärztegesellschaft, der Apothekerverein sowie Vertreter der Heime und Spitex-Organisationen.
Allgemein herrschte die Meinung, dass bei der Festlegung des neuen TarMeds im einzelnen noch sehr viele Fragen offen sind. Insbesondere bei den chirurgischen Eingriffen müsse besser differenziert werden, da eine grosse Diskrepanz herrsche zwischen kleinen und komplizierten Eingriffen. Um den TarMed auf den 1. Januar 2001 einführen zu können, müssten die wichtigsten Punkte bis Ende April geklärt sein.
Gesundheitsdirektor Ernst Hasler wies eingangs auf die laufende Spitalgesetzrevision und das Projekt Spitallandschaft Aargau hin. Um die Kosten wirksam in den Griff zu bekommen, müssten neue Modelle der Zusammenarbeit studiert werden.
Das Sozialpartnergespräch ist eine wichtige Errungenschaft im aargauischen Gesundheitswesen. Es ermöglicht in unverkrampfter Atmosphäre eine Aussprache aller Partner zu den anstehenden Problemen im Gesundheitswesen. Für die Teilnehmer stand am Schluss der Zusammenkunft fest, dass diese Form des offenen Gesprächs auch in Zukunft gepflegt werden soll.