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Suhr entlasten :
Regionalverkehr Aarau-Suhr-Lenzburg/Zofingen wird neu gestaltet

Soll die Wynental-Suhrental-Bahn (WSB) zwischen Suhr und Aarau auf die Nationalbahnstrecke verlegt und das "Natibähnli" durch Busbetrieb ersetzt werden? Zu dieser und weiteren Varianten können sich die Behörden der betroffenen Gemeinden bis 31. Januar äussern. Die Bevölkerung kommt später zum Zug.

Das Baudepartement, die Regionalplanungsverbände, die Gemeinden, die SBB und die WSB arbeiten gemeinsam an Lösungen für die künftige Gestaltung des Regionalverkehrs im Dreieck Aarau-Suhr-Lenzburg/Zofingen. Die Anforderungen an das künftige Verkehrskonzept sind hoch: Es soll hinsichtlich Erschliessung, Angebot und Nachfrage, Betrieb, Investitions- und Betriebskosten, Personen- und Güterverkehr und Umwelt einem Optimum entsprechen. Die Behördendelegation hat zahlreiche Varianten geprüft und deren Zahl reduziert. Drei Hauptvarianten wurden näher untersucht und deren Bau- und Betriebskosten ermittelt:
1. Parallelführung WSB/SBB zwischen Suhr und Aarau mit Verlegung der WSB auf das SBB-Trassee (Variante P). Dasselbe Konzept mit Umstellung des SBB-Astes Lenzburg-Suhr auf Bus wird als Variante P West bezeichnet.
2. Tangentialbahn Zofingen-Suhr-Lenzburg; Verlegung der WSB zwischen Suhr und Aarau auf das SBB-Trassee mit Aufhebung des SBB-Schienenverkehrs Suhr-Aarau (Variante T).
3. Verlegung der WSB zwischen Suhr und Aarau auf das SBB-Trassee und Umstellung der Nationalbahn auf Busbetrieb (Variante U).

Laut Hans Peter Howald, Chef Abteilung Verkehr, ist die Variante Tangentialbahn ausgeschieden. Ihr Hauptnachteil liegt darin, dass Reisende aus der Region Zofingen nach Aarau in Suhr umsteigen müssen. P, P West und U sind jedoch gute und zweckmässige Konzepte. Die beiden Lösungen werden von den direkt betroffenen Gemeinden und Regionen entsprechend ihrer Interessenlage unterschiedlich gewichtet. Die Zentrumsgemeinden (Aarau; Zofingen) sehen eher die Varianten P und P West, wohingegen für die von der Bahnverlegung direkt betroffenen Gemeinden Buchs und Suhr die Variante U im Vordergrund steht.

Die Finanzierung insbesondere der Verlegung der WSB/SBB wird, so Baudirektor Dr. Thomas Pfisterer, schwierig sein. Der Bund zieht sich voraussichtlich aus der Mitfinanzierung von Verkehrstrennungsanlagen zurück. Als Teilersatz kommen allenfalls die kantonalen Anteile an der LSVA in Frage. Die Aufrechterhaltung beider Bahnsysteme (WSB und SBB; Variante P oder P West) ist deutlich teurer als die Umstellung der Nationalbahn auf Bus (Variante U).

Die Regionalplanungsverbände und Gemeinden sind eingeladen, ihre Stellungnahmen zu den Varianten bis 31. Januar 1999 dem Baudepartement zuzustellen. Das Baudepartement wird dem Regierungsrat sodann Antrag bezüglich weiterem Vorgehen stellen. Der Entscheid, welches Konzept umgesetzt werden soll, obliegt dem Kanton; zuständig ist der Grosse Rat. Beabsichtigt ist vorerst ein parlamentarischer Grundsatzbeschluss, allenfalls im Richtplanverfahren.

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