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Stopp Kinderpornografie im Internet :
Präventionskampagne gegen Pädokriminalität

Im Rahmen einer Präventionskampagne der Schweizerischen Kriminalprävention (SKP) werden dieses Jahr Kinder, Jugendliche und Eltern über Verhaltensregeln im Internet aufgeklärt. Die Kampagne gegen Pädo-Kriminalität wird im Aargau durch Massnahmen der Kantonspolizei, des Departements Bildung, Kultur und Sport sowie mit Angeboten der Pädagogischen Hochschule der FHNW umgesetzt.

Rund ein Drittel der unter 13-Jährigen hat bereits Erfahrungen mit dem Internet und bewegt sich regelmässig in Chats und Newsgroups. Kinder-Chatrooms und -Foren ermöglichen Tätern mit pädophilen Neigungen, Kontakt zu potenziellen Opfern (Kinder und Jugendliche) herzustellen. Dieser Gefahr sind sich viele Kinder und insbesondere Eltern nicht bewusst. Die Konferenz der Kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren beauftragte deshalb im vergangenen Jahr die SKP mit einer Präventionskampagne.

Umsetzung der Kampagne

Die Kampagne "Stopp Kinderpornografie im Internet" wurde im Herbst 2005 gesamtschweizerisch vorgestellt. Die Kantone haben den Auftrag, die Kampagne im Jahr 2006 umzusetzen. Die Kampagne richtet sich an Kinder und Jugendliche sowie an Erziehungsverantwortliche. Durch den Einbezug der Schulen können die Massnahmen mit der Lehrerschaft, den Schulleitungen und den Kindern gemeinsam und effizient umgesetzt werden.

Aufklärung, Prävention und Weiterbildungsangebote

Der Schwerpunkt der Kampagne liegt bei der Präventionsarbeit an den Schulen und der Sensibilisierung der breiten Öffentlichkeit. Das BKS wird eine von der SKP erarbeitete Broschüre zum Thema den Schulen zustellen. Zudem werden im Bereich der Weiterbildung der Lehrpersonen die entsprechenden Angebote ausgebaut. Das Institut Weiterbildung und Beratung an der Pädagogischen Hochschule der FHNW führt zwei Beratungsstellen und ein Projekt, die sich mit der Herausforderung "Pädophilie im Internet" befassen. Es sind dies die Beratungsstelle Gesundheitsbildung und Prävention, die Beratungsstelle Medien und Informatik im Unterricht (BIAS) sowie das Projekt Computer an der Primarschule (Copri).

Im Rahmen von regionalen Standaktionen wird die Kantonspolizei die Öffentlichkeit über die Gefahren im Internet aufklären und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Das Informationsmaterial kann zudem bei allen Dienststellen der Kantons-, Stadt- und Gemeindepolizeien und auch über das Internet bezogen werden.

Die enge Zusammenarbeit von Schule und Polizei zeigt deutlich, dass wirksame Kriminalprävention einen gesamtgesellschaftlichen Ansatz erfordert.

Kinderpornografie ist ein Verbrechen auch im InternetDas Internet ist kein rechtsfreier Raum. Die Täter sollen wissen, dass sich auch im Internet niemand absolut anonym bewegen kann. Die Ermittlungs- und Untersuchungsbehörden sind heute durchaus in der Lage, in Zusammenarbeit mit der KOBIK, der Schweizerischen Koordinationsstelle zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität, die Täter zu identifizieren. Die Aktionen Genesis und Falcon haben dies bewiesen.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport
  • Departement Volkswirtschaft und Inneres