Stauraum A2: Ausnahme-Situation
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Regierung antwortet Brittnau und Strengelbach
Der Stauraum auf dem Aargauer Abschnitt der A2 wird nur unter ganz bestimmten Voraussetzungen beansprucht. Dies antwortet der Regierungsrat den Gemeinden Brittnau und Strengelbach.
Bei Stau am Zoll in Chiasso werden die Camions zuerst auf den Kriechspuren im Tessin und im Kanton Luzern abgestellt, danach wird der Pannenstreifen zwischen Chiasso und Basel aufgefüllt. Darauf hatten sich Bund und A2-Kantone geeinigt. Die Aargauer Stauraum-Premiere fand in der Nacht vom 5. auf den 6. Juli statt. Wann sich diese Situation wiederholen wird, kann auch der Regierungsrat nicht voraussagen.
Die Gemeinderäte von Brittnau und Strengelbach hatten beim Kanton bemängelt, sie seien vor vollendete Tatsachen gestellt worden. Die Lastwagen auf dem Pannenstreifen belasteten mit Lärm und Abgasen die Bevölkerung. Daher müsse die Polizei gegen unnötiges Laufenlassen der Motoren einschreiten und es müsse nach Abstellmöglichkeiten ausserhalb der Autobahn gesucht werden.
Der Regierungsrat betont in seiner Antwort, die Stauraum-Einsätze der Kantonspolizei dienten in erster Linie der Verkehrssicherheit. In diesem Rahmen könne die Polizei dazu beitragen, dass die Motoren der stillstehenden Lastwagen nicht unnötig in Betrieb blieben. Akuter Handlungsbedarf und die rasche Einigung zwischen Bund und A2-Kantonen hätten eine vorgängige Information der betroffenen Gemeinden längs der A2 leider verunmöglicht.
Ausserhalb der A2 bestehen (noch) keine geeigneten Abstellflächen. Bund und Kantone prüfen aber laut Regierungsrat einen Vorschlag des Rothrister Transportunternehmers und SVP-Nationalrat Ulrich Giezendanner für eine neue Zoll-Abfertigungsanlage in Bodio TI. Ausserdem fodern die Kantone vom Bundesrat Verhandlungen mit Italien, Deutschland und Frankreich zur Bereinigung der Zoll-Probleme.