Stapellauf des Agglomerationsprogramms AarauOltenZofingen
:
Eingabe beim Bund durch die Kantone Aargau und Solothurn im Sommer 2005
An der Sitzung der Plattform Aargau-Solothurn (PASO) vom 31. Mai 2005 in Olten stand das überarbeitete Agglomerationsprogramm im Zentrum des Interesses. Die Erwartungen an das neue Planungsinstrument und an die Zusammenarbeit mit dem Bund sind gross.
Im alten Usego-Gebäude konnten Landammann Walter Straumann (SO) und Regierungsrat Peter C. Beyeler (AG) zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden aus dem aargauisch-solothurnischen Grenzraum begrüssen. Diese waren gekommen, um aus erster Hand über den neusten Stand des Agglomerationsprogramms für die Netzstadt AarauOltenZofingen orientiert zu werden. Mit dem Agglomerationsprogramm wird die Abstimmung grenz- und bereichsübergreifender Themen innerhalb einer Agglomeration ermöglicht. Es soll dazu beitragen, dass die Agglomerationen ihre Probleme koordiniert, effizient und wirksam lösen können. Die Kantone und ihre Agglomerationen bestimmen die Inhalte entsprechend ihren Bedürfnissen.
In der Agglomeration Aarau-Olten-Zofingen - sie ist die siebtgrösste in der Schweiz - hat das Agglomerationsprogramm zwei Ziele: Die Siedlungs- und Verkehrspolitik soll besser koordiniert werden und es sollen die dringendsten Verkehrsprobleme gelöst werden. Ein erster Entwurf ist an der letzten Sitzung der Plattform Aargau-Solothurn im August des vergangenen Jahres präsentiert worden. In der Zwischenzeit hat eine Vernehmlassung bei den Gemeinden und Regionalplanungsorganisationen stattgefunden. Bei der Präsentation der überarbeiteten Fassung zeigten sich die beiden Baudirektoren erfreut über die grundsätzlich positive Aufnahme des Agglomerationsprogramms. Sie versprachen, auch die Anliegen der ländlichen Gemeinden verstärkt in die Überlegungen zur Entwicklung der Agglomeration einzubeziehen.
Dank dem grossen Engagement auf beiden Seiten der Aare und der Wigger haben die Planungsarbeiten in kurzer Zeit einen hohen Konkretisierungsgrad erreicht. Die Schlüsselprojekte stehen fest, so zum Beispiel die Entlastungsstrasse Olten-Wangen oder die Verlegung des Trassees der WSB zwischen Aarau und Suhr. Diesen Sommer wird das Agglomerationsprogramm zur Prüfung beim Bund eingereicht. Damit aber fängt die Arbeit erst richtig an. Die beiden Kantone müssen ihre Richtpläne anpassen, die Gemeinden die nötigen Schritte zur Umsetzung der Massnahmen in die Wege leiten.
Eine weitere wichtige Aufgabe ist die Schaffung einer rechtlich verbindlichen Trägerschaft für das Agglomerationsprogramm als Bedingung für den Bezug von Bundesgeldern aus dem geplanten Infrastrukturfonds. Im Raum Aarau-Olten-Zofingen wird eine vertragliche Lösung für die Zusammenarbeit der Agglomerationsgemeinden geprüft. All diese Arbeiten werden noch in diesem Jahr in Angriff genommen. Für weitere spannende Sitzungen der Plattform Aargau-Solothurn ist deshalb gesorgt.