Stahl statt Holz
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Keine Holzkonstruktion für die SMDK-Abbauhalle
Der Regierungsrat befürwortet grundsätzlich die Verwendung von Holz bei Bauten des Kantons. In seiner Antwort auf einen dringlichen „Auftrag“ kommt er aber zum Schluss, dass für die geplante Abbauhalle zum Rückbau der Sondermülldeponie Kölliken der Version Stahl der Vorzug zu geben sei.
Erstmals konnte der Regierungsrat zu einem "Auftrag", einem im Rahmen der Parlamentsreform neu eingeführten Instrument, Stellung nehmen. Dabei ging es um die brisante Frage, ob die grosse Abbauhalle, welche zum Zweck der Gesamtsanierung über der Sondermülldeponie Kölliken (SMDK) errichtet wird, aus Stahl oder aus Holz gebaut werden soll. Der Grosse Rat hatte diesen Auftrag am 30. August 2005 mit dem Beschluss auf Dringlichkeit an den Regierungsrat überwiesen.
Der Regierungsrat befürwortet grundsätzlich die Verwendung von Holz bei Bauten des Kantons. Auch bei der SMDK hat sich der zuständige Departementsvorsteher, Regierungsrat Peter C. Beyeler, von Anfang an dafür eingesetzt, Konstruktionsvarianten aus Holz einzubeziehen. Die SMDK, die über die Materialwahl für die Abbauhalle allein entscheidet und auf welche der Aargau nur begrenzt Einfluss nehmen kann, hatte das Anliegen an einer ausserordentlichen Konsortialenversammlung vertieft geprüft.
Tatsächlich wurde bei der Ausschreibung für die Infrastruktur der Gesamtsanierung SMDK eine Ausführungsvariante der Abbauhalle aus Holz offeriert. Die Risiken bezüglich Konstruktion und Statik konnten aber aufgrund der Unterlagen nicht abschliessend bewertet werden. Diese Fragen sind jedoch ausschlaggebend, handelt es sich doch um eine Tragkonstruktion mit bis 180 m Spannweite, welche weltweit noch nie gebaut worden ist. Die Risiken sind umso höher zu gewichten, als es sich um eine luftdichte Halle handelt, in welcher bei Unterdruck ein Deponiekörper mit problematischem Inhalt zurückgebaut wird. Um die Variante Holz auf einen beurteilbaren Stand zu bringen und die Kosten zuverlässig abzuschätzen, müsste mit erheblichen Verzögerungen gerechnet werden. Im Weiteren wären Teile des Auflageverfahrens zu wiederholen.
Der Regierungsrat hat sich im Rahmen seiner begrenzten Einflussmöglichkeiten für die Verwendung von Holz bei der Abbauhalle der SMDK eingesetzt. Nach dem Abwägen aller Fakten kommt er jedoch zum Schluss, dass die Risiken sowie die zu erwartenden Verzögerungen und Kostenfolgen für den Kanton Aargau gegen einen Materialwechsel sprechen.