Staatshaushalt Aargau im Vergleich
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Der Aargauische Staatshaushalt in den 90er-Jahren ist mit den Kantonen ZH, BE, LU, SG, BL, ZG und SZ verglichen worden. Die Analyse deckt auf, warum trotz Sparanstrengungen der Haushalt noch nicht ausgeglichen ist. Wer es genauer wissen will, findet den Bericht auf der Homepage des Kantons Aargau.
Finanzdirektorin Dr. Stéphanie Mörikofer-Zwez gab die Haushaltanalyse in Auftrag, um Aufschluss zu erhalten, warum sich der Staatshaushalt trotz Spardisziplin nicht verbessert hat.
Den wirtschaftlichen Einbruch zu Beginn der 90er Jahre bekam die öffentliche Hand massiv zu spüren. Der Konjunkturrückgang verschlechterte die Haushalte des Bundes, der Kantone und Gemeinden. Einzelne Kantone hatten sogar mit beachtlichen Defiziten zu kämpfen. Im Aargau wurden mehrere Sparpakete geschnürt, ohne die Defizitperiode der 90er-Jahre durchbrechen zu können.
Die im Finanzdepartement durchgeführte Analyse bestätigt die Tatsache, dass im Aargau sowohl Einnahmen wie Ausgaben pro Kopf der Bevölkerung im interkantonalen Vergleich unterdurchschnittlich sind. Das Gleiche gilt für Mittel aus Bundesquellen. Eine vertiefte Untersuchung der Bundessubventionen und -beiträge ist noch im Gang.
Trotz drei Sparpaketen haben sich die Ausgaben im letzten Jahrzehnt überdurchschnittlich entwickelt. Als einziger der Vergleichskantone weist der Aargau in den 90er Jahren ein deutlich höheres Ausgaben- als Einnahmenwachstum auf. Hinzu kommt, dass die Vergleichskantone schon Mitte der 90er-Jahre die juristischen Personen gemäss einjähriger Gegenwartsbesteuerung veranlagten und sich damit der Aufschwung sehr rasch bemerkbar machte. Im Aargau wird er sich erst nächstes Jahr niederschlagen. Die Untersuchung vermittelt einen Einblick in das gesamte Haushaltsgebaren unseres Kantons, zeigt einen Vergleich zu andern Kantonen und gibt einen Eindruck der Aargauer Gemeindefinanzen.
Die Analyse ist im Jahr 2000 erstellt worden und wird als Antwort auf mehrere Anfragen auf dem Internet jedermann zugänglich gemacht.