Sprunghafte Zunahme der Geschäftslast
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Jahresbilanz der Aargauer Strafverfolgung 2004
Die Bezirksämter verzeichnen gegenüber 2003 eine Zunahme der Strafverfahren um 25 %, von 42'713 auf 52'904. Die Anzahl der Geschäfte hat auch zugenommen beim kantonalen Untersuchungsamt, von 48 auf 51, bei der Staatsanwaltschaft, von 5'721 auf 6'249, und bei der Jugendanwaltschaft, von 2'884 auf 2'940.
Die Bezirksämter eröffneten im vergangenen Jahr 52'904 neue Strafuntersuchungen gegen erwachsene Personen. Mit der Uebernahme von 13'027 Fällen aus dem Vorjahr hatten die Bezirksämter gesamthaft 65'931 Strafuntersuchungen durchzuführen. Die Staatsanwaltschaft bearbeitete 6'249 Geschäfte. Die Jugendanwaltschaft musste 2'940 neue Verfahren gegen jugendliche Delinquenten eröffnen. Und das Untersuchungsamt hatte 51 pendente Verfahren zu verzeichnen.
Der Arbeitsaufwand der Aargauer Strafverfolgungsbehörden hat somit auch im Jahr 2004 gegenüber dem bereits sehr hohen Niveau des Vorjahres nochmals stark zugenommen. Die Umstrukturierungen bei der Kantonspolizei und die dadurch wiedergewonnenen Kräfte für den Fronteinsatz schlagen sich in einem massiven Zuwachs der Verzeigungen nieder. Trotz stark gestiegener Geschäftslast haben die Strafverfolgungsbehörden aber auch im Jahr 2004 mit gleich bleibenden oder gar weniger Ressourcen auskommen müssen. Regierungsrat Kurt Wernli machte es an der heutigen Medienkonferenz einmal mehr deutlich: "Die Aargauer Strafverfolgungsbehörden können primär nur reagieren und nicht agieren."
Auch im laufenden Jahr müssen die Strafverfolgungsbehörden mit gleich bleibenden personellen Ressourcen auskommen. Die kantonale Umsetzung des revidierten Allgemeinen Teils des Schweizerischen Strafgesetzbuches und des neuen Bundesgesetzes über das Jugendstrafrecht wird hingegen ab 1. Januar 2007 zusätzliches Personal zwingend erforderlich machen, wenn der Kanton Aargau weiterhin eine wirksame Kriminalitätsbekämpfung gewährleisten soll.