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Spitalpersonal: Regierungsrat offeriert Zulage :
Guter Rücklauf der neuen Arbeitsverträge

Der Regierungsrat bietet im Spitalbereich Hand zu gezielten Marktzulagen, wie sie im Lohndekret vorgesehen sind . Die neuen Arbeitsverträge stossen bei den Angestellten der kantonalen Verwaltung insgesamt auf eine hohe Akzeptanz.

Der Regierungsrat ist bereit, den Lohnforderungen des Gesundheitspersonals im Rahmen des Möglichen entgegenzukommen. Er hat Finanzdirektorin Stéphanie Mörikofer und Gesundheitsdirektor Ernst Hasler ein entsprechendes Verhandlungsmandat erteilt für gezielte Arbeitsmarktzulagen in den Bereichen Pflege und Medizinaltechnik, damit die erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gegenüber Neueinsteigenden nicht benachteiligt werden. Diese Zulagen sollen über Überschuss-Anteile der Kantonsspitäler im Rahmen der Wirkungsorientierten Verwaltungsführung WOV finanziert werden. Dazu braucht es die Zustimmung des Grossen Rates.

Vor dem Grossen Rat bezeichnete Regierungsrat Hasler das neue Lohnsystem als zweckmässig. Die Lohn-Einstufungen seien mit den Personalverbänden abgesprochen worden.

Neues Lohnsystem: besser als sein Ruf

Die Angestellten der Verwaltung, der Kantonsspitäler und der Psychiatrischen Dienste erhielten vor Weihnachten rund 8'000 neue Arbeitsverträge. In den meisten Fällen war damit ein persönliches Gespräch verbunden, in dem das neue Lohnsystem nochmals erläutert wurde. Dieses eröffnet den meisten Mitarbeitenden in den kommenden Jahren neue Lohnperspektiven, basierend auf einem Mitarbeitergespräch.

Der Rücklauf der Arbeitsverträge liegt in der Verwaltung bei über 90 Prozent - für den Regierungsrat ein positives Zeichen. Im Spitalbereich ist der Rücklauf der Arbeitsverträge geringer, bedingt auch durch die teilweise spätere Zustellung. Bei den Psychiatrischen Diensten wurden bisher 83 Prozent der verschickten Verträge unterschrieben, im Kantonsspital Baden (rund 1050 Mitarbeitende) 57 Prozent und im deutlich grössten Aargauer Spital, dem Kantonsspital Aarau (rund 2'600 Mitarbeitende), 45 Prozent.

1200 Staatsangestellte erhalten höheren Lohn

Das neue Lohnsystem bringt für rund 1'200 Mitarbeitende - 850 davon im Spitalbereich - einen teilweise deutlich höheren Grundlohn. Dies betrifft insbesondere das Pflegepersonal. So steigt der Einstiegslohn einer Krankenschwester mit Diplomniveau II von bisher 55'180 Franken auf neu 64'797 Franken, also um rund 10'000 Franken jährlich.

Aber auch der grösste Teil der Mitarbeitenden ohne Grundlohnanstieg - rund 5'700 - geht nicht leer aus. Denn auch sie erhalten für das Jahr 2001 die generelle Lohnerhöhung von 1,45 Prozent. Die vom neuen Lohnsystem ausgenommenen Lehrerinnen und Lehrer erhalten eine Lohnerhöhung von 1,9 Prozent. Der höhere Prozentsatz bei den Lehrpersonen gleicht die fehlende Leistungsprämie aus.

3'900 Personen - rund die Hälfte der Staatsangestellten, die dem neuen Lohnsystem unterstehen - erhalten für das Jahr 2001 für gute Leistungen zusätzlich eine einmalige Prämie. Dafür stehen 0,5 Prozent der gesamten Lohnsumme zur Verfügung.

Lediglich 70 Mitarbeitende - weniger als 1 Prozent - sind neu tiefer eingestuft, müssen also eine Lohneinbusse in Kauf nehmen. Diese wird jedoch abgefedert, indem sie in drei Stufen realisiert wird.Für Lohnanpassungen im Jahr 2002 sind im Finanzplan 1,5 Prozent vorgesehen.

Lohnverfügung: 15 Prozent Einsprachen

Zusammen mit dem Arbeitsvertrag haben die kantonalen Angestellten auch die Lohnverfügung erhalten. Gegen den neuen Lohn haben 1200 Mitarbeitende (rund 15 Prozent) bei der Schlichtungskommission Einsprache erhoben.

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