„Sich selber neu erfinden“
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Das Aargauer Kuratorium veröffentlicht zum zweiten Mal eine Broschüre mit Berichten über Aufenthalte in Auslandateliers
Aargauer Kulturschaffende, welche als Förderbeitrag einen Aufenthalt in einem der vier Ateliers des Aargauer Kuratoriums in Berlin, London oder Paris zugesprochen bekommen, berichten über Bedeutung und Wirkung der Zeit im Ausland. Erstaunliches kommt zutage. Das Fehlen vertrauter Strukturen kann so befreiend wirken, wie wenn man sich selber neu erfinden würde, schreibt eine Bildende Künstlerin.
Atelierjurierung
Der Aargau gehörte zu den ersten Kantonen, welche Aufenthalte im Ausland als Förderung individueller Kulturschaffender anbot. Das Aargauer Kuratorium unterhält vier Ateliers in Berlin, Paris (bereits seit 1978) und London, welche Kulturschaffenden aller Sparten offen stehen. Seit 2007 vergibt es die Aufenthalte in einer eigentlichen Atelierjurierung, an der sämtliche Bewerbungen aller Sparten gleichzeitig beurteilt werden. Ein Aufenthalt dauert drei oder sechs Monate und ist mit einem monatliche Beitrag an die Lebenshaltungskosten von CHF 3'000 verbunden. Die einzige Bedingung, die für die Kulturschaffenden an einen solchen Aufenthalt geknüpft ist, besteht in einem schriftlichen Bericht über die Zeit im Ausland.
Die Bedeutung der Zeit im Ausland
Die soeben erschienene Broschüre mit dem Titel "Sich selber neu erfinden" enthält Berichte einer Auswahl von 16 Kulturschaffenden der Bereiche Bildende Kunst, Film, Literatur, Musik, Tanz und Theater. Bei allen wird deutlich, wie inspirierend und bereichernd es sein kann, sich aus täglich wiederkehrenden Verpflichtungen herauszulösen, vertraute Strukturen aufzugeben, sich Ungewissheiten auszusetzen, und dass in bestimmten Phasen der künstlerischen Entwicklung ein Atelieraufenthalt das einzig richtige Förderinstrument ist.
Die Broschüre informiert in einem einleitenden Teil über die Geschichte der Aargauer Ateliers und die Bedeutung des Atelieraufenthalts als Förderinstrument und stellt die zwei Berliner, das Pariser und das Londoner Atelier kurz vor. Redigiert und in eine einheitliche Struktur gebracht hat die Texte wie schon in der ersten Broschüre "Wir wurden mit Konfitüre gefüllt" die externe Kommunikationsfachfrau Murielle Schlup Theocharis. Für die ansprechende Gestaltung ist auch diesmal Klauser Weibel Design verantwortlich.
Gedruckte Broschüre und PDF
Beide Broschüren sind als gedruckte Publikationen gratis auf der Geschäftsstelle des Aargauer Kuratoriums zu beziehen (kuratorium@ag.ch; 062 835 23 10). Sie sind zusammen mit weiteren gestalteten, aber nicht gedruckten Atelierberichten auch auf der Website des Aargauer Kuratoriums als PDF verfügbar www.ag.ch/kuratorium).