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Sich auf Unvorstellbares vorbereiten :
Hauptstudie der Gefährdungsanalyse Kanton Aargau abgeschlossen

Der Regierungsrat hat vom Schlussbericht zur Hauptstudie Gefährdungsanalyse Kanton Aargau Kenntnis genommen. Der Kantonale Führungsstab (KFS) erhielt den Auftrag die nächsten, entscheidenden Schritte einzuleiten. Die 25 ausgearbeiteten Szenarien sollen im Kanton und in den Gemeinden (Bevölkerungsschutzregionen) bearbeitet, allfällige Defizite bei der Bewältigung erkannt und die notwendigen Folgerungen gezogen werden.

In 25 Szenarien werden mögliche ausserordentliche Lagen für den Kanton Aargau beschrieben. Sie sind aufgeteilt in die Bereiche "Naturgefahren"(5), "Technische Gefahren"(10) und "Gesellschaftliche Gefahren"(10). Die Hauptstudie beschreibt jedes einzelne Szenario, definiert detailliert die betroffenen Bereiche wie Leben/Gesundheit, Hochbauten, Infrastrukturen, Umwelt, Ressourcen und weitere Auswirkungen und quantifiziert mögliche Schäden.

Diese umfangreichen Unterlagen wurden im Verlaufe der letzten 14 Monate vom KFS sowie weiteren Fachstellen und Experten der kantonalen Verwaltung in Workshops erarbeitet und von ausgewiesenen kantonalen und nationalen Experten begutachtet. Die Arbeiten wurden von der Firma Ernst Basler + Partner AG begleitet und vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz (BABS) unterstützt.

In einem nächsten Schritt werden nun die einzelnen Szenarien auf Kantonsebene und in den Gemeinden (Bevölkerungsschutzregionen) weiter bearbeitet. Ziel ist es, für jedes der Szenarien Erkenntnisse zu gewinnen, ob bei der Bewältigung dieser beschriebenen Ereignisse bei den Partnern des Bevölkerungsschutzes (Polizei, Feuerwehr, Gesundheitswesen, Technische Betriebe und Zivilschutz) allfällige Defizite in materieller, personeller oder organisatorischer Hinsicht zu erkennen sind. Dort, wo sich Defizite zeigen, wird es Aufgabe des Kantonalen Führungsstabs oder der Regionalen Führungsorgane sein, ihren zuständigen Behörden Anträge für den Umgang mit diesen Defiziten zu stellen.

In dieser Konsequenz neu in der Schweiz

Mit dem Entscheid zur weiteren Bearbeitung der Ergebnisse der Hauptstudie betritt die Aargauer Regierung für schweizerische Verhältnisse Neuland. Ähnliche Grundlagenarbeiten für eine Gefährdungsanalyse sind auch in einzelnen anderen Kantonen an die Hand genommen worden. Den entscheidenden Schritt der weiteren Bearbeitung durch die Partner des Bevölkerungsschutzes unternimmt der Aargau jedoch als erster Kanton.

  • Departement Gesundheit und Soziales
  • Regierungsrat