Schneller zu sicheren Bahnübergängen
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Kanton Aargau schafft finanzielle Anreize für rasche Sanierung der Bahnübergänge
Im Aargau sind heute noch etwa 300 Bahnübergänge ungenügend gesichert. Mit der Sanierung der Seetalbahn und der WSB-Verlegung auf der Strecke Suhr–Aarau werden etwa 170 Übergänge gesichert oder aufgehoben. Mit einem Aktionsprogramm will der Kanton Aargau zudem erreichen, dass schon bis im Jahr 2009 mindestens 100 der restlichen 130 Übergänge aufgehoben oder genügend gesichert sind. Die Sanierungsfrist des Bundes läuft bis 2014.
Regierungsrat Peter C. Beyeler, Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU), orientierte die Direktoren der AAR bus+bahn und der BDWM sowie einen Vertreter der SBB AG über das kantonale Aktionsprogramm für die Aufhebung oder Sanierung ungenügend gesicherter Bahnübergänge. Der Kanton Aargau will erreichen, dass die Mehrheit der Bahnübergänge bereits 2009, deutlich vor der vom Bund festgesetzten Frist 2014, saniert ist. Damit sollen Unfälle mit hohen Folgekosten vermieden werden.
Kantonsunterstützung von CHF 4,5 Mio.
Im Rahmen des Aktionsprogramms sollen für rund CHF 9 Mio. Bahnübergänge aufgehoben oder saniert werden, wobei der Kanton die Hälfte dieser Kosten trägt. Projekte, welche bis Ende 2006 beim Bundesamt für Verkehr zur Genehmigung eingereicht werden, unterstützt der Kanton durch die Übernahme von 60 % der Baukosten. Für Vorhaben, die bis Ende 2008 beim Bund eintreffen, wird noch ein Kantonsanteil von 45 % ausgerichtet. Die Beiträge des Kantons werden durch die leistungsabhängige Schwerverkehrsabgabe LSVA finanziert.
Der Vorstoss des Kantons Aargau wurde von den Bahnen durchwegs positiv aufgenommen. Dank der Kantonsunterstützung können bisher nicht finanzierbare Projekte schneller realisiert werden. Die Bahnen werden in den nächsten Monaten zusammen mit einer Vertretung des Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) Kontakt mit den Gemeinden und mit Privaten aufnehmen und dann entsprechende Projekte ausarbeiten. Die rasche Erhöhung der Verkehrssicherheit ist ein Anliegen aller Beteiligten.