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Saisonal bedingt mehr Stellensuchende :
Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes Ende Januar 1998

Von Ende Dezember 1997 auf Ende Januar 1998 nahm die Zahl der bei den aargauischen Arbeitsämtern zur Arbeitsvermittlung eingeschriebenen Stellensuchenden um 38 Personen zu. Sie erreichte damit am Berichtsmonatsende den im Kanton Aargau bislang höchsten Stand von 14'614 Betroffenen.

Die Zunahme der Stellensuchendenzahl ist hauptsächlich saisonal bedingt. Die Stellensuchendenquote, das heisst das prozentuale Verhältnis der Stellensuchenden zur Erwerbsbevölkerung gemäss eidgenössischer Volkszählung 1990, betrug Ende Januar 5,3 Prozent.

Von den 14'614 registrierten Stellensuchenden gelten 10'411 Personen als arbeitslos im Sinne der Arbeitsmarktstatistik. Diese offizielle Arbeitslosenzahl ist um sieben Personen kleiner als am Jahresende. Entsprechend dem minimen Rückgang der Arbeitslosenzahl blieb die Arbeitslosenquote auf dem Dezember-Niveau von 3,8 Prozent stehen.

4'203 der Ende Januar beim KIGA registrierten Stellensuchenden gelten als nicht-arbeitslos. Von diesen übten 2'239 Personen oder 53,3 Prozent eine Zwischenverdiensttätigkeit von mindestens sechs Stunden pro Woche aus. 931 Personen oder 22,2 Prozent nahmen an von der Arbeitslosenversicherung finanzierten Beschäftigungsprogrammen teil. 279 Personen oder 6,6 Prozent besuchten, mehrheitlich vollzeitlich, von der Arbeitslosenversicherung finanzierte Weiterbildungs- oder Umschulungskurse.

Die übrigen 754 im Aargau registrierten nicht-arbeitslosen stellensuchenden Personen (17,9 Prozent) waren beispielsweise wegen Krankheit, Unfall, Mutterschaft oder Strafvollzug oder wegen einer Militär-, Zivilschutz- oder Zivildienstleistung nicht sofort vermittelbar; oder sie standen in einem zwar gekündigten, aber noch nicht ausgelaufenen Arbeitsverhältnis. In die relativ grosse Restgruppe der nicht-arbeitslosen stellensuchenden Personen fallen auch diejenigen Personen, die über einen ungekündigten laufenden Arbeitsvertrag verfügen und die Dienste der regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) in Anspruch nehmen, da sie wissen, dass sie in absehbarer Zeit ihre Stelle wechseln müssen, und ihnen bewusst ist, dass sie ohne professionelle Arbeitsvermittlung aufgrund der angespannten Arbeitsmarktlage kaum eine Chance haben, eine neue Stelle zu finden.

Ende Januar 1998 war im Kanton Aargau das Angebot an offenen Stellen, die von hiesigen Arbeitgebern den RAV freiwillig gemeldet worden waren, mit 692 offenen Stellen um knapp einen Viertel grösser als Ende 1997. Im Januar vermittelten die RAV 239 offene Stellen an stellensuchende Personen. 123 Männer und 116 Frauen fanden so eine neue feste Anstellung.

Im Januar 1998 wurden insgesamt 93 arbeitslose Personen, nämlich 43 Frauen und 50 Männer, aus der öffentlichen Arbeitslosenkasse des Kantons Aargau ausgesteuert. Das sind sieben Aussteuerungen weniger als im Dezember 1997.

121 Unternehmen aus den verschiedensten Wirtschaftszweigen, hauptsächlich aber aus dem Baugewerbe, meldeten im Januar 1998 beim KIGA für im Aargau liegende Betriebe beabsichtigte Kurzarbeit an. Die Zahl der Voranmeldungen nahm gegenüber Dezember 1997 um 24 Meldungen zu.

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