Rückgang der Bauinvestitionen
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Ergebnisse der Baustatistik 2010/2011
Die Bauausgaben des Jahres 2010 haben gegenüber 2009 um 2,3 Prozent abgenommen. Aufgrund der gemeldeten Bauvorhaben ist für 2011 mit einer weiteren Abnahme der Bautätigkeit zu rechnen.
Bautätigkeit 2010
Die Bauausgaben im Kanton Aargau betrugen im Jahr 2010 insgesamt 3'699 Millionen Franken. Dies ist gegenüber dem Vorjahreswert von 3'787 Millionen Franken eine Abnahme um 2,3 Prozent. Der öffentliche Bau hat von 929 auf 824 Millionen Franken oder um 11,2 Prozent abgenommen. Beim privaten Bau stiegen die Bauausgaben dagegen um 16,8 Millionen Franken beziehungsweise um 0,6 Prozent. Diese Zunahme ist auf den Wohnungsbau und den Industriebau zurückzuführen. Der übrige Privatbau verzeichnete gegenüber dem Vorjahr eine leichte Abnahme.
Bauvorhaben 2011
Die gemeldeten Bauvorhaben liegen für das Jahr 2011 wertmässig gegenüber dem Vorjahr um rund acht Prozent tiefer. Es ist deshalb von einer Abnahme der gesamten Bauausgaben auszugehen. Von Seiten der privaten Auftraggeber ist zu erwarten, dass einzig von den privaten Haushalten her eine leichte Zunahme der Bautätigkeit ausgeht. Bei allen anderen privaten Auftraggebern, wie den institutionellen Anlegern, den Immobiliengesellschaften, den Wohnbaugenossenschaften, den privaten Elektrizitäts- und Gaswerken sowie den übrigen Unternehmen, ist mit zum Teil bedeutend weniger Investitionen zu rechnen. Die grössten absoluten Abnahmen dürften dabei von den Immobiliengesellschaften und den übrigen Unternehmen ausgehen. Beim öffentlichen Bau ist zu erwarten, dass einzig die Gemeinden mehr investieren als im Vorjahr, während Bund und Kanton bedeutend weniger Geld für bauliche Zwecke ausgeben.
Wohnungsbau 2010
Trotz leichter Zunahme des Investitionsvolumens im Wohnungsbau hat die Zahl der neu erstellten Wohnungen gegenüber dem Jahr 2009 erneut abgenommen. So wurden im vergangenen Jahr im Kanton Aargau 3'666 neue Wohnungen erstellt. Dies sind 234 Einheiten oder 6,0 Prozent weniger als im Jahr 2009. Von den neu erstellten Wohnungen waren 2010 rund 25 Prozent oder 913 Einfamilienhäuser. Im Vorjahr lag der Anteil der neu erstellten Einfamilienhäuser am Gesamtwohnungsbestand geringfügig höher.
Leerwohnungsbestand 2011
Am 1. Juni 2011 standen im Kanton Aargau 4'335 Wohnungen leer. Der Bestand an leer stehenden Wohnungen hat damit um 150 Einheiten oder 3,6 Prozent leicht zugenommen. Die Leerwohnungsziffer blieb gegenüber dem Vorjahr mit 1,54 Prozent konstant. Die absolute Zunahme ist sowohl auf Wohnungen zurückzuführen, die älter als zwei Jahre sind (+92 Einheiten beziehungsweise 2,6 Prozent), als auch auf Wohnungen in Neubauten (+58 Einheiten bzw. 9,6 Prozent). 14,5 Prozent oder 627 Einheiten der leer stehenden Wohnungen waren zur Dauermiete oder zum Verkauf ausgeschriebene Einfamilienhäuser.