Resultate Bezirksschulabschlussprüfung 2002
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Zum vierten Mal in der neuen Form durchgeführt
Die Bezirksschulabschlussprüfung (BAP) 2002 wurde dieses Jahr zum vierten Mal in der neuen Form durchgeführt. Die Resultate liegen im Bereich des Vorjahres. Der Zeitraum von vier Jahren wird nun erlauben, die Tauglichkeit der neuen Prüfungsordnung zu evaluieren.
Von den 2'446 Schülerinnen und Schülern haben 2'248 die Prüfung mit einer Note über 4,0 abgeschlossen. 23,3 Prozent erreichen eine Note zwischen 4,0 und 4,3, 24,5 Prozent zwischen 4,4 und 4,6. 44 Prozent erreichen eine Note über 4,7, die als Berechtigung zum Eintritt in die Kantonsschule nötig ist.
Aufgrund der BAP treten 28,8 Prozent in die aargauischen Kantonsschulen ein, 12,4 Prozent in die aargauische Diplom- oder Wirtschaftsmittelschule und 13,9 Prozent gehen an eine Berufsmittelschule. Weitere 179 Schülerinnen und Schüler besuchen weiterführende Schulen in andern Kantonen, rund 120 werden die 4. Bezirksschulklasse repetieren und die übrigen steigen in eine Berufslehre ein oder machen ein Zwischenjahr.
Bei der Mathematik-Prüfung lag der Durchschnitt in den letzten Jahren jeweils knapp über der Note 4 und war demnach tiefer als bei der Deutsch- und Französischprüfung. Die Prüfungskommission BAP führte deshalb eine Aussprache mit der Fachkommission Mathematik durch. Der Erziehungsrat hat darauf als Sofortmassnahme beschlossen, bei der BAP 2002 den Durchschnitt in Mathematik zu erhöhen und auf 4,2 bis 4,3 festzusetzen.
Die BAP ist ein Instrument der Qualitätssicherung des Kantons. Wie in den letzten Jahren werden auch dieses Jahr die Schulen aufgefordert, ihre Resultate zu analysieren und bei grossen Abweichungen zwischen Vorschlagsnoten und Prüfungsnoten die nötigen Schlüsse zu ziehen. Bei Problemen, welche mehrere Jahre hintereinander auftauchen, wird das Inspektorat beigezogen. Dieses Vorgehen hat sich in den letzten Jahren bewährt.
Im Kanton Aargau sind die Voraussetzungen, mit denen die Schulen in die Prüfung steigen, sehr verschieden. Der Anteil der Bezirksschülerinnen und -schüler schwankt je nach Bezirk zwischen 33,4 - 42,6 Prozent und je nach Einzugsgebiet der einzelnen Bezirksschulen von 25,3 - 57,6 Prozent. Gewisse Schulgemeinden haben einen Anteil von 15 - 18 Prozent an fremdsprachigen Schülerinnen und Schülern in der Bezirksschule, wogegen der kantonale Schnitt bei 8,1 Prozent liegt. Auch der Anteil an zukünftigen Mittelschülerinnen und -schülern hat einen Einfluss auf die Prüfungsresultate. Schülerinnen und Schüler mit einem unterschriebenen Lehrvertrag in der Tasche steigen in der Regel nicht mit der gleichen Motivation in die Prüfung wie diejenigen, für welche die Prüfung über den Mittelschuleintritt entscheidet. Da auch hier innerhalb des Kantons grosse Unterschiede bestehen (von 11% Anteil Mittelschüler bis 85%), ist der Vergleich der Prüfungsresultate der Schulen untereinander mit Vorsicht anzugehen.
Die BAP ist nur eines von verschiedenen Instrumenten zur Leistungsüberprüfung an den Volksschulen. Aufgrund der Pisaergebnisse und anderer Bildungsreformen steht die Einführung verschiedener anderer Mittel der Leistungsbeurteilung zur Diskussion. Zur Zeit laufen Abklärungen, um geeignete Instrumente zu finden, die den Lernenden, den Lehrpersonen und dem Kanton aufschlussreiche Informationen über schulische Leistungen liefern.