Regierungsrat verabschiedet vier Agglomerationsprogramme
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Ein eigenes und drei Agglomerationsprogramme mit umliegenden Kantonen
Der Regierungsrat des Kantons Aargau hat vier Agglomerationsprogramme der dritten Generation verabschiedet. Das Agglomerationsprogramm Aargau-Ost betrifft ausschliesslich Gebiete im Kanton Aargau, die Agglomerationsprogramme Aareland, Basel und Limmattal wurden in Zusammenarbeit mit umliegenden Kantonen erarbeitet. Die Agglomerationsprogramme werden fristgerecht bis Ende Dezember 2016 beim Bundesamt für Raumentwicklung eingereicht.
In den Agglomerationen leben rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung. Die Agglomerationsprogramme bezwecken eine nachhaltige Entwicklung dieses Lebensraums, indem Verkehr, Siedlungsentwicklung und Umweltauswirkungen ganzheitlich betrachtet und untereinander koordiniert werden. Die Erarbeitung der Agglomerationsprogramme basiert auf einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Kanton, den Regionalplanungsverbänden und den Agglomerationsgemeinden.
Die dritte Generation der Agglomerationsprogramme konzentriert sich auf Massnahmen im Fuss- und Radverkehr sowie auf Projekte zur Aufwertung von Ortsdurchfahrten. Priorisiert wurden Massnahmen, welche zur Verbesserung des Gesamtverkehrsystems für alle Verkehrsteilnehmenden beitragen.
Eigenständiger Raum Aargau-Ost
Im Gebiet des Agglomerationsprogramms Ost-Aargau liegen wichtige schweizerische Verkehrsachsen auf Strasse und Schiene. Die definierten Massnahmen beseitigen die gravierendsten Schwachstellen und verbessern die Funktionsfähigkeit des Gesamtverkehrs.
Insgesamt umfassen die Massnahmen des Agglomerationsprogramms Aargau-Ost Investitionen in der Höhe von 178 Millionen Franken.
AareLand gemeinsam entwickeln
Das Agglomerationsprogramm AareLand der Kantone Aargau und Solothurn stimmt die regionale Entwicklung mit den übergeordneten Raumplanungsinstrumenten ab. Einen Schwerpunkt bildet dabei der Korridor Olten–Aarburg/Rothrist–Zofingen mit verschiedenen Einzelprojekten.
Das Investitionsvolumen auf Seiten Aargau beträgt rund 108 Millionen Franken. Die aufgerechneten Investitionen der Agglomerationsprogramme 1. bis 3. Generation in den Kantonen Solothurn und Aargau sind etwa gleich hoch.
Limmattalbahn als Schlüsselobjekt
Das Agglomerationsprogramm der Kantone Zürich und Aargau beinhaltet Projekte in den Teilbereichen Landschaft/Natur, Siedlung und Verkehr mit einem Investitionsvolumen im Kanton Aargau von 218 Millionen Franken.
Das Schlüsselprojekt ist die zweite Etappe der Limmattalbahn. Diese umfasst den Abschnitt Schlieren–Dietikon–Killwangen/Spreitenbach und soll ab 2019 realisiert werden. Das Agglomerationsprogramm Limmattal wird vom Regierungsrat des Kantons Zürich Ende November verabschiedet.
Das Agglomerationsprogramm Basel mit Massnahmen im Fricktal wird am 9. Dezember 2016 präsentiert.
Umsetzung der Massnahmen frühestens ab 2019
Die Umsetzung der Massnahmen aller Programme erfolgt zwischen 2019 und 2023. Der Kanton Aargau erwartet dazu Unterstützung zwischen 160 und 260 Millionen Franken, je nach Bewertung der Programme durch den Bund.
Nach der Einreichung wird der Bund die Agglomerationsprogramme nach einheitlichen Kriterien beurteilen. Das Resultat der Prüfung durch das Bundesamt für Raumentwicklung wird voraussichtlich in der zweiten Hälfte 2018 veröffentlicht. Das Bundesparlament beschliesst die Agglomerationsprogramme voraussichtlich Ende 2018.
Unter folgendem Link finden Sie weitere Informationen zu den Agglomerationsprogrammen