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Regierung spricht Lotteriefondsgelder :
Beiträge für gemeinnützige Projekte

Der Regierungsrat hat für gemeinnützige Projekte insgesamt 845?050 Franken aus dem Lotteriefonds gesprochen. Die Förderschwerpunkte liegen in diesem Quartal im Bereich Musik, kulturelle Jugendbildung und Dokumentation von Aargauer Geschichte. Mit 525?850 Franken werden Theater-, Film- und Musikprojekte unterstützt, 313?200 Franken gehen an Projekte im Bereich Erziehung und Kultur und 6?000 Franken an Projekte im Bereich Bildende Kunst.

Der Aargau will gesamtschweizerisch als Kulturkanton besser wahrgenommen werden. Der Regierungsrat unterstützt deshalb immer auch Projekte, die das hiesige Kulturschaffen über die Kantonsgrenzen hinaus bekannt machen. Dazu gehört die Tanzcompagnie Flamencos en route, deren neue Produktion 2005 mit der Sängerin Carmen Linares und dem EOS-Quartett im Rahmen des Lucerne Festivals erarbeitet und präsentiert wird. Ebenso erhält das weit ausstrahlende Animations- und Trickfilmfestival Fantoche einen Schwerpunktbeitrag. Es ist das erste und einzige Schweizer Festival dieser Gattung, das im kommenden Jahr bereits zum 5. Mal in Baden stattfindet.

Als Kompetenzzentrum für Literatur und Sprache wird das Müllerhaus mit einem namhaften Beitrag unterstützt. Es widmet sich der Literaturvermittlung im Kanton durch Lesungen und thematische Reihen sowie der Lese- und Schreibförderung von Jugendlichen und Erwachsenen durch Seminare und Workshops. Eine weitere nationale Schreibwerkstatt ist dem "Schreiben für die Bühne" gewidmet, die ebenfalls im Müllerhaus stattfindet. Veranstalter ist hier das Aarauer Theater Tuchlaube in Kooperation mit dem Schweizer Kinder- und Jugendtheaterverband astej, der Zürcher Hochschule für Musik und Theater. Der Regierungsrat sprach einen Beitrag an das Projekt, in dem 16 bis 25jährige während eines Jahres von ausgewiesenen Literatur- und Theaterfachleuten begleitet werden.

Zum 4. Mal finden die Schweizer Kammermusiktage auf Schloss Lenzburg statt, 2005 erstmals auch in den Ausstellungsräumen des Historischen Museums Aargau. Der Jazzclub Aarau und das Isebähnli Baden erhalten Beiträge an die Aufführungen des sprachgrenzenüberschreitenden Jazzfestivals "Diagonales" im Januar 2005. Musiker und Komponisten aus der Westschweiz werden hier ihre Werke zu Gehör bringen, während Deutschschweizer in der Suisse romande auftreten.

Auf die Pflege des Nachwuchses setzt das Festival "Jazzaar" in Aarau. Der Regierungsrat unterstützt mit einem Beitrag das hierfür speziell zusammengestellte Aargauer Jugendjazz- und Jugendsinfonieorchester. Die Veranstalter bieten in der Festivalwoche tagsüber Workshops für Jugendliche mit den für den Abend engagierten Musikern an.

Die Aargauer Geschichte beschäftigt auch nach dem Jubiläumsjahr: So erhält der Historiker Dr. Adolf Rohr aus Baden einen Publikationsbeitrag an den 2. Band seiner Biographie von Philipp Albert Stapfer mit der Beschreibung von dessen Lebenszeit 1789-1803. Im "Einstein-Jahr" 2005 erinnern zwei Projekte an die Aarauer Schulzeit Albert Einsteins und seiner Schwester Maja: Die Alte Kantonsschule Aarau widmet der Albert Einstein eine Ausstellung und Publikation. Das Leben von dessen Schwester Maja Winteler-Einstein (1881-1951) wird in einer Biographie dargestellt. Ebenso wird die filmische Dokumentation von Frank Wedekinds Leben mit Schwerpunkt auf der Jugendzeit in Lenzburg und Aarau unterstützt.

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