Projekt Netzstadt Mittelland
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Mehr Identität für den Raum Aarau-Olten-Zofingen
Fazit des Workshops "Netzstadt Mittelland" der Plattform Aargau Solothurn (PASO) vom 9. Mai 2003 in Schönenwerd: Es ist wichtig, dem Raum Aarau-Olten-Zofingen, zwischen den Grossagglomerationen gelegen, eine eigenständige Identität zu geben, diese mit gemeinsamen Projekten zu stärken und gut wahrnehmbar nach aussen zu tragen.
In der Fabrikhalle der Bally AG in Schönenwerd trafen sich am 9. Mai 2003 Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden und der Verwaltung, um Entwicklungsvorstellungen und Strukturen für den gemeinsamen Lebens- und Wirtschaftsraum Netzstadt Mittelland zu entwerfen. Nach Einführungsreferaten von Georg Tobler, Leiter der Strategiegruppe Agglomerationspolitik beim Bund, zum Thema "Neue Agglomerationspolitik - Was erwartet der Bund von der Netzstadt Mittelland?" und von Rudolf Muggli, Direktor der Schweizerischen Vereinigung für Landesplanung, zum Thema "Kooperationsmodelle" diskutierten die Teilnehmenden in drei Workshops Thesen zur Positionierung, Organisation und zu Handlungsfeldern der Netzstadt sowie zum Prozess der Umsetzung.
Als Fazit empfahl der Aarauer Stadtammann Dr. Marcel Guignard den Regionalplanungsorganisationen Aarau, Olten und Zofingen, zusammen mit den Kantonen einen Ausschuss zu bilden, um operationelle Aufgaben bei der Umsetzung von gemeinsamen Agglomerationsprojekten zu übernehmen. Das Identifikationspotential für diesen Raum sei vorhanden, die drei Stadtagglomerationen seien allein aber zu klein, um sich in der Schweiz das nötige Gewicht zu verschaffen. Die Abgrenzung des Raumes müsse nochmals diskutiert werden. Er empfahl, die Region Lenzburg in die Netzstadt Mittelland zu integrieren.
Der Oltner Stadtpräsident Ernst Zingg schlägt die Schaffung eines Labels ("Wir sind die Besten zwischen den Grossagglomerationen") für die Vision Netzstadt Mittelland vor. Die Städte sollen eine Leaderfunktion bei der Umsetzung von gemeinsamen Projekten, in Zusammenarbeit mit den Gemeinden und den Kantonen, übernehmen. Mit einem Kooperationsvertrag und gemeinsamen Agglomerationsprogrammen sollen die Voraussetzungen für die ersten Projekte geschaffen werden. Bei der Umsetzung seien breit wahrnehmbare Initialzündungen, zum Beispiel im Bereich Freizeit/Kultur/Sport, wichtig. Dabei sei nach einfachen Lösungen, die gut vermittelt werden können, zu suchen. Wichtig sei der gemeinsame Auftritt gegen aussen und eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit.