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Prioritäten im Strassenbau :
Eine Methodik für eine faire, überprüfbare Verteilung der knappen Gelder

Die Mittel im Strassenbau bleiben trotz Einführung der LSVA knapp. In welcher Reihenfolge sollen die baureifen Projekte gebaut werden? Das Baudepartement legt die Resultate der Prioritätensetzung 2001 vor. Eine Verschuldung der Strassenrechnung wird notwendig, um die Projekte konzentriert realisieren zu können.

Der Umgang mit knappen Ressourcen stellt hohe Anforderungen. So auch im Strassenbau, wo die Mittel der Strassenrechnung nicht ausreichen, um in den nächsten Jahren die baureifen Projekte gleichzeitig realisieren zu können. Es müssen daher Prioritäten gesetzt werden. Das Baudepartement hat dazu eine Methodik zur objektiven Beurteilung des Gesamtnutzens entwickelt, die jetzt nach einer Optimierungsphase im Einsatz steht. Jedes Projekt zeichnet sich aufgrund seiner Eigenschaften durch seinen Gesamtnutzwert und seine Kosten aus.

Das Baudepartement setzt die Methodik standardmässig zur Beurteilung des Nutzens von grossen Verkehrsinfrastrukturvorhaben ein. Ziel ist, Projekte mit hohem Nutzen und guter Kostenwirksamkeit zu fördern und schlechter eingestufte Projekte zu erkennen, um sie zu verbessern oder zeitlich zu verschieben. Am Beispiel der Umfahrung Mellingen zeigt sich, dass eine schlechte Einstufung eines Projektes zu einem Neubeginn führen kann.

Die Festlegung des Baubeginns der einzelnen Projekte ist primär abhängig vom Erreichen der Baureife und von den zur Verfügung stehenden Mitteln der Strassenkasse. Übersteigt der Mittelbedarf insgesamt die finanziellen Möglichkeiten, entscheiden der Nutzen und die Kostenwirksamkeit eines Projektes über den Zeitpunkt des Baubeginns.

Sofern der Grosse Rat die langfristige Investitionsplanung gutheisst, sieht das Baudepartement vor, in den kommenden Jahren die folgenden Grossvorhaben in Angriff zu nehmen: Neuer Rheinübergang Laufenburg, Folgemassnahmen N20/N4 Mutschellen, A1-Halbanschluss Spreitenbach, Verkehrssanierung Aarburg, Kernumfahrung Ennetbaden, Neue Staffeleggstrasse Aarau-Küttigen, WSB-Verlegung Aarau-Suhr, WSB-Eigentrassierung Muhen-Hirschthal.

Dieser Investitionsplanung des Baudepartements ist die Annahme einer Verschuldung der Strassenrechnung während der nächsten zehn Jahre zu Grunde gelegt. Nur damit können neben der Weiterführung der Bauarbeiten an verschiedenen Grossvorhaben wie dem Baregg, der Kernumfahrung Lenzburg, dem neuen Rheinübergang von der N3 zur A98 bei Rheinfelden neue Grossprojekte begonnen werden.

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