Pharmazeutische Wirkstoffe im Rhein
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Gute Zusammenarbeit zwischen den Umwelt-Behörden der Kantone Basel-Stadt und Aargau
Die Messstation des Amtes für Umwelt und Energie Basel-Stadt hat im Rhein eine erhöhte Konzentration eines pharmazeutischen Wirkstoffes, welcher in Anti-Depressiva verwendet wird, entdeckt. Dank der guten Zusammenarbeit zwischen den Umwelt-Behörden der Kantone Aargau und Basel-Stadt konnte der Verursacher rasch eruiert werden. Die nötigen Massnahmen sind eingeleitet, Gefahr für die menschliche Gesundheit bestand keine.
Im Rhein hat die permanent betriebene Messstation des Amtes für Umwelt und Energie Basel-Stadt (AUE BS) im Rahmen einer Routinekontrolle eine erhöhte Konzentration eines pharmazeutischen Wirkstoffes entdeckt. Der Wirkstoff wird in Medikamenten gegen Depressionen verwendet.
Die Recherchen des AUE Basel-Stadt wiesen auf eine Quelle im Kanton Aargau hin. Umgehend wurde darum die Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau über die Messresultate orientiert. Diese leitete ihrerseits sofort Abklärungsmessungen rund um die Aargauer Chemiewerke ein, welche ergaben, dass der Wirkstoff von einer pharmazeutischen Firma in Zofingen stammt. Die nötigen Massnahmen zur Verminderung und zur Überwachung der abgeleiteten Frachten wurden bereits getroffen.
Punktuell traten bei den Messungen Konzentrationen bis zu 200 Nanogramm (Milliardstel-Gramm) pro Liter auf. Diese Spitzen wiesen auf eine industrielle Einleitung der Substanz in die Gewässer hin. Auch bei dieser erhöhten Konzentrationen kann aber eine Gefährdung für die menschliche Gesundheit ausgeschlossen werden. Zum Vergleich: In Medikamentenform werden von diesem Wirkstoff rund 75 mg pro Tag eingenommen, also rund 375'000 mal mehr als in einem Liter Wasser gefunden wurde.
Die Messstation des Amtes für Umwelt und Energie Basel-Stadt (AUE BS) hat die Aufgabe, eine möglichst umfassende Kontrolle des aus der Schweiz abfliessenden Rheinwassers zu gewährleisten. Sie verfügt dazu über die entsprechenden Geräte und Ressourcen. So ist die Messstation des AUE Basel-Stadt seit rund einem Jahr auch in der Lage, den jetzt entdeckten Stoff nachzuweisen. Zwischen der AUE Basel-Stadt und der Abteilung für Umwelt des Kantons Aargau besteht eine enge Zusammenarbeit.