Paso knüpft Netzstadt
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Plattform Aargau-Solothurn zu Gast in Rothrist
Die Region Aarau-Olten-Zofingen ist bevölkerungsmässig die siebtgrösste Agglomeration der Schweiz. Doch kaum jemand nimmt dies wahr. Wie man diesen Wirtschafts- und Lebensraum besser bekannt machen und vermarkten könnte, ist an der diesjährigen Plenumssitzung der Plattform Aargau-Solothurn diskutiert worden.
In der Aula des Bezirksschulhauses Rothrist haben sich am 7. Dezember zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden, Regionalplanungsplanungsverbände und kantonalen Fachstellen über die Aktivitäten der Plattform Aargau-Solothurn (PASO) informieren lassen. Mit ihrer Zustimmung zu den Anträgen der PASO-Leitung haben die Anwesenden die Realisierung verschiedener Kooperationsprojekte in die Wege geleitet.
Die bei der PASO praktizierte Zusammenarbeit von 61 Gemeinden, 3 Agglomerationen und 2 Kantonen hat Pioniercharakter und liegt genau im Trend der Agglomerationspolitik des Bundes. Dieser unterstützt Modellvorhaben, die den Aufbau von strategischen Städte- und Agglomerationsnetzen zum Ziel haben.Das PASO-Vorhaben "Netzstadt Mittelland" wird über die blosse Information und den Erfahrungsaustausch hinausreichen und konkrete Kooperationsprojekte im Visier haben. Es sind aber keinerlei Fusionen vorgesehen und es sollen auch keine neuen politischen Strukturen aufgebaut werden. Die PASO als übergeordnetes Forum übernimmt die Rolle der Projektträgerin, aber die praktischen Aufgaben werden dort wahrgenommen, wo sie anfallen, das heisst bei den Gemeinden oder - im Sinne des Subsidiaritätsprinzips - bei den Kantonen.
Wie die konkreten Resultate der Zusammenarbeit aussehen könnten, zeigt das Teilprojekt "Grenzüberschreitendes Standortmarketing" der Wirtschaftsförderungsgruppe Aarau-Olten-Zofingen: Zum einen wird die gemeinsame Erarbeitung eines Freizeitführers für die Region vorgeschlagen, zum anderen soll eine Bestandespflege der ansässigen Unternehmen und KMU eingeführt werden.
In den Jahren 2000 und 2001 hatte der Solothurner Landammann Walter Straumann den Vorsitz der PASO inne. Ab nächstem Jahr übernimmt sein Aargauer Amtskollege, Regierungsrat Peter C. Beyeler, dieses Amt. Die PASO trifft sich zweimal jährlich. Im Frühling findet ein Treffen der kantonalen Fachstellen und der Vertreter der Wirtschaft statt, im Herbst steht die Plenumssitzung auf dem Programm.