Ortskernumfahrung Aarburg im Aufwind
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Verkehrsentlastung des Städtchens rückt näher
Der Regierungsrat hat das Projekt Verkehrssanierung Aarburg genehmigt und zur öffentlichen Auflage freigegeben. Der Baubeginn ist abhängig vom Auflage- und Genehmigungsverfahren sowie von den Finanzierungsmöglichkeiten.
Im Jahre 1982 lehnten die Aarburger Stimmberechtigten das Projekt "Festungsdurchstich" an der Urne ab. Nach einer fünfjährigen Denkpause legte eine vom Stadtrat Aarburg eingesetzte Kommission Ziele für eine umfassende Verkehrssanierung fest. Eine regionale Problemlösung, die Entlastung des Städtchens und möglichst vieler Wohngebiete vom motorisierten Verkehr und die Aufwertung des historischen Ortes als Gemeindezentrum im Zusammenhang mit verkehrsberuhigenden Massnahmen waren die zentralen Vorgaben für das Projekt. Ebenso steht die Förderung des öffentlichen und des nichtmotorisierten Verkehrs im Mittelpunkt.
Das vorliegende Projekt umfasst eine 1'880 m lange zweispurige Neuanlage von der Oltnerstrasse bis zur Hofmattstrasse. Die Umfahrungsstrasse zweigt 250 m südlich des Anschlusses "Höhe" der Oltner-stras-se ab und führt in einer S-Kurve zum SBB-Damm. Der Festungshügel wird mit einem 570 m langen Tunnel unterquert. Die Verbindung Richtung Oftringen stellt der Anschluss "Bahnhofstrasse" sicher. Der 735 m lange Paradislitunnel durchquert das Areal Weber, den Tych-Kanal, den Brühlbach und das Paradisli- und Hofmattquartier. Beim Schulhaus Paradisli schliesst die Ortskernumfahrung im Knoten "Hofmattstrasse" an die bestehende Kantonsstrasse an, die in Richtung Autobahnanschluss A1 und Rothrist führt.
Die Verkehrsentlastung zusammen mit den flankierenden Massnahmen bringen dem Städtchen und dem heute überlasteten Strassennetz eine erhebliche Steigerung der Wohn- und Arbeitsqualität. Das Projekt ist hinsichtlich Umweltverträglichkeit verbessert.
Die Kosten für das Bauvorhaben belaufen sich auf ca. 126,65 Millionen Franken (Preisstand 1997). Vom Bund kann ein Beitrag von 42 % erwartet werden. Der Anteil der Gemeinde Aarburg beträgt rund. 9 Millionen Franken Der Kanton beteiligt sich mit rund 65 Millionen Franken. Der Baubeginn ist abhängig vom Auflage- und Genehmigungsverfahren sowie von den Finanzierungsmöglichkeiten und den Prioritäten im Strassenbau.