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Optimaler Hochwasserschutz im Wynental :
Grösstes Hochwasserrückhaltebecken im Aargau eingeweiht

An der Gemeindegrenze Gontenschwil-Zetzwil konnte heute das Kernstück des «Hochwasserschutzprojektes Wyna» eingeweiht werden: Ein Rückhaltebecken für 550 000 Kubikmeter Wasser mit einem gesteuerten Drosselbauwerk soll die Bewohnerinnen und Bewohner des unteren Wynentals künftig besser vor Überschwemmungen schützen.

Mit einer Feier im Beisein von Regierungsrat Peter C. Beyeler, Behördenvertretern von Zetzwil, Gontenschwil und des übrigen Wynentals sowie der örtlichen Bevölkerung ist heute das Kernstück des "Hochwasserschutzprojektes Wyna" eingeweiht worden. Nach anderthalb Jahren Bauzeit sind im "Moos" ein Hochwasserrückhaltebecken und, zur Abflussregulierung, ein gesteuertes Drosselbauwerk erstellt worden. Ausserdem ist der Lauf der Wyna auf 1,5 Kilometern Länge renaturiert worden.

Dazu Regierungsrat Peter C. Beyeler: "Vom Projekt profitieren Mensch und Natur gleichermassen. Mit dem aufgeschütteten Damm und dem Drosselbauwerk ist das untere Wynental künftig viel besser vor Hochwasserschäden geschützt. Dank der auf weiten Strecken renaturierten Wyna bekommt der Fluss seine Eigendynamik weitgehend zurück, was wiederum Fauna und Flora zugute kommen wird".

Das Projekt auf dem Gemeindegebiet von Zetzwil und Gontenschwil war komplex. Ausgerichtet auf ein hundertjährliches Hochwasser, galt es, die Interessen von Hochwasserschutz, Landwirtschaft, Natur- und Landschaftsschutz, Fischerei, Bahn- und Langsamverkehr unter einen Hut zu bringen. Da unbewachte Bahnübergänge zurückgebaut und an mehreren Gebäuden Objektschutzmassnahmen vorgenommen wurden, musste das landwirtschaftlich intensiv genutzte Gebiet neu erschlossen werden. Noch nicht fertig gestellt ist ein Stück des kantonalen Radroutennetzes, das ebenfalls Teil des Projektes ist. Einsprachen haben die zeitgerechte Fertigstellung des Radweges verhindert.

Die Kosten für das gesamte Projekt betragen 16 Millionen Franken, aufgeteilt auf Bund, Kanton und Gemeinden. Dazu noch einmal Peter C. Beyeler: "Verglichen mit immer wiederkehrenden Hochwasserschäden in Millionenhöhe, lohnt sich diese einmalige Investition".

  • Departement Bau, Verkehr und Umwelt