Notfallorganisation für den Jahrtausendwechsel
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Die Aargauer Spitäler sind gerüstet
Die Millenniumtauglichkeit der Informatik, Medizin- und Haustechnik der Aargauer Spitäler ist schon heute sichergestellt. Für die Silvesternacht 1999/2000 kalkulieren die Spitäler bewusst mehr Notfälle als in einer gewöhnlichen Silvesternacht. Auch für einen Grossunfall sind sie gerüstet.
Die Spitäler befinden sich am Jahrtausendwechsel in einer speziellen Situation, weil einerseits das tadellose Funktionieren medizinischer Geräte über Leben und Tod entscheiden kann und vor allem, weil sie Vorsorge für äussere, unbeeinflussbare Ereignisse treffen müssen. Es wird mit einer grösseren Zahl von Notfällen als in einer gewöhnlichen Silvesternacht gerechnet und selbst für einen Grossunfall sind sie gerüstet.
Eine interdisziplinäre Arbeitsgruppe des Gesundheitsdepartements stellte Anfangs Jahr die Weichen für den Jahreswechsel von 1999 auf 2000. Im Vordergrund stehen heute die Versorgung mit Strom, Wasser und Gas, das Bereitstellen einer Notfallorganisation mit Rettungsdienst und genügend Operationskapazität. Die Milleniumtauglichkeit der Informatik, Medizin- und Haustechnik ist schon heute sichergestellt.
Die beiden Kantonsspitäler haben eine eigene betriebsinterne Notfallorganisation aufgebaut. Im Katastrophenfall können sie sich in erster Linie an die lokalen und regionalen Krisenstäbe der Gemeinden wenden. Der kantonale Krisenstab regelt die Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei, dem Kantonsärztlichen Dienst, dem Rettungswesen und weiteren Dienststellen.
Bereits seit zwei Jahren werden Anlagen überprüft, Anpassungen oder sogar der Ersatz ganzer Systeme vorgenommen. Alle elektronisch gesteuerten Prozesse, d.h. die Medizin- und Haustechnik sowie die Informatik sind heute millenniumtauglich. Das Risiko von Ausfällen in diesem Bereich ist klein, sofern die technische Grundversorgung funktioniert.
Für Ausfälle der Strom- Wasser- und Gasversorgung, der Kommunikations- und Transportnetze haben die Kantonsspitäler Vorbereitungen getroffen. Für Pannen bei Geräten stehen Spezialisten zur Verfügung, dem Wasserausfall begegnet man mit eigenen Wasserreserven und bei einem Stromunterbruch verfügen die Spitäler über Notstromanlagen. Bei einem Ausfall des Telefons ist die Kommunikation intern und extern sichergestellt. Die Information der Bevölkerung wird ebenso wenig vernachlässigt und für den Kontakt mit den Medien ist vorgesorgt.
Für die Kantonspolizei ist die Verbindung mit dem Sanitätsnotruf 144 am Tag des Jahrtausendwechsels von zentraler Bedeutung. Es werden sowohl Vorkehren für eine Überlastung des Notrufs 144 wie für einen Mangel an Rettungsdienstkapazitäten getroffen.
Auch die Aargauer Regionalspitäler sind, angepasst an ihre Verhältnisse, für die ausserordentliche Lage beim Wechsel 1999/2000 gerüstet.
Auch wenn die Arbeitsgruppe die beschriebenen Katastrophen für wenig wahrscheinlich hält, wollen die Spitäler für solche Ereignisse gewappnet sein.