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Neutralität differenziert leben :
Habsburgempfang der Aargauer Regierung

Die Neutralität soll auch in Zukunft ein Markenzeichen der Schweiz bleiben. Dies sagte der Aargauer Militärdirektor, Regierungsrat Ernst Hasler, am traditionellen Habsburgemp-fang des Regierungsrates für die Aargauer Truppenkommandanten.

Zum 53. Mal hatte der Aargauer Regierungsrat die abtretenden sowie die neuen Kommandaten der Aargauer Formationen zum traditionellen Empfang auf Schloss Habsburg eingeladen. Der Habsburgrapport dient seit 1948 der Kontaktpflege zwischen Regierung und Militär.

Ins Zentrum seiner Ansprache stellte Militärdirektor Ernst Hasler am Montagabend den Begriff der Neutralität. Die Neutralität sei seit Jahrhunderten ein Markenzeichen der Schweiz. Die guten Dienste unseres Landes, die weltweit anerkannt sind, beruhen zu einem grossen Teil auf diesem unabhängigen Denken nach allen Seiten.

Allerdings habe sich der Begriff und das Verständnis der Neutralität gewandelt, insbesondere seit der politischen Wende von 1989. Bundesrat und Völkerrechtler sähen in der Neutralität der Schweiz jedoch noch einen weiten Handlungsspielraum.

Der Militärdirektor stellte die Frage, was Neutralitäts- und Friedenspolitik heute für die Bürgerinnen und Bürger der Schweiz genau bedeuteten. Nicht alle verstehen unter Neutralität dasselbe. Dies zeige sich auch bei der Teilrevision des Armeegesetzes. Hier werden aus entgegengesetzen Lagern Unterschriften gegen den Einsatz von Schweizer Truppen bei friedenssichernden Einsätzen im Ausland gesammelt.Sollte sich das Volk bei einer allfälligen Abstimmung für einen Einsatz von Schweizer Militärpersonen auf freiwilliger Basis für international abgesicherte Missionen im Ausland entscheiden, so sei es aber zwingend, dass diese Einheiten - im Gegensatz zu heute - bewaffnet sein müssten.

Regierungsrat Ernst Hasler wies darauf hin, dass die Kantone auch in der neuen Armee XXI ihre bisherige Mitverantwortung wahrnehmen. So will er sich u.a. auch für die Erhaltung einer modernen militärischen Infrastruktur im Aargau einsetzen.

Regierungsrat Hasler dankte den rund 80 Offizieren und Gästen für ihren Einsatz im Dienste der Sicherheit der Schweiz.

Als Militärdirektor konnte Regierungsrat Ernst Hasler die Verabschiedungen der insgesamt12 Regiments- und Bataillonskommandanten vornehmen. Im Vordergrund standen ebenfalls die Verabschiedungen von Toni Wicki (Rüstungschef bis Ende 2000) sowie Divisionär Max Riner (Kommandant Felddivision 5 bis Ende 2000).

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