Neuorganisation der Strahlenwehr
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Übergabe Strahlenwehrfahrzeug an das Paul Scherrer Institut (PSI) Villigen
Seit dem 1. Januar 2006 ist die Strahlenwehr im Kanton Aargau neu geregelt. Das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) hat diese Aufgabe der Betriebsfeuerwehr des Paul Scherrer Instituts (PSI) Villigen übertragen. Um im Ernstfall gewappnet zu sein, hat der Kanton dem PSI nun ein Strahlenwehrfahrzeug übergeben.
Die per 1. Januar 2006 vom Regierungsrat geänderte Schadendienstverordnung ermöglicht die Vergabe von Spezialaufgaben an die am besten dafür geeignete Organisation. Im Bereich der Strahlenwehr hat sich das Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) für die Übertragung dieser Aufgabe an die Betriebsfeuerwehr des Paul Scherrer Instituts (PSI) Villigen entschieden. Die Anpassung der Schadendienstverordnung wurde notwendig durch die zuvor vom Aargauischen Versicherungsamt eingeleitete Änderung des Stützpunktkonzepts der Feuerwehren. Im Rahmen dieser Änderung werden auch die Schadendienste zur Abwehr von Gewässer-, Boden- und Luftverunreinigungen neu organisiert.
Ausschlaggebend für die Wahl des PSI war die Tatsache, dass dessen Betriebsfeuerwehr seit Jahren über professionell ausgebildetes Personal verfügt, das sich täglich mit den Fragen des Strahlenschutzes auseinandersetzt. Geleitet wird die Strahlenwehr des Kantons Aargau von Thomas Aldrian, Kommandant der Betriebsfeuerwehr des PSI. Bisher waren die vier Stützpunkte von Aarau, Brugg, Rheinfelden und Wohlen für die kantonale Strahlenwehr zuständig. Durch die Neuorganisation können die vier Stützpunkte nun von dieser Aufgabe entlastet werden.
Um die neu zentral organisierte Strahlenwehr einsatzbereit zu machen, übergab der Vorsteher des Departements Bau, Verkehr und Umwelt, Peter C. Beyeler, dem PSI ein neues Strahlenwehrfahrzeug. Dieses Fahrzeug kommt bei einem allfälligen Ereignis mit radioaktiven Stoffen zum Einsatz. In diesem Fall rücken ein Strahlenschutzoffizier und vier Spürer mit der notwendigen Ausrüstung aus. Die Strahlenwehr unterstützt die örtlich zuständigen Feuerwehren und stellt mit Messungen sicher, dass die Einsatzkräfte keiner zu hohen Strahlenbelastung ausgesetzt werden.
Die Übertragung von Spezialaufgaben vom Kanton Aargau an Gemeinden oder Unternehmungen wird mittels Vertrag geregelt und ist sehr effizient, so wie es das Beispiel der Aargauer Chemiewehr zeigt. Hier zeichnen seit vielen Jahren die Betriebsfeuerwehren der DSM Sisseln, der Ciba Spezialitätenchemie Kaisten, der Dottikon ES und der Siegfried Zofingen für den Schutz und die Sicherheit verantwortlich.