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Neugestaltung der Aargauer Gleichstellungspolitik :
Botschaft des Regierungsrats dem Grossen Rat zugestellt

Der Regierungsrat hat beschlossen, die bisherige Gleichstellungsarbeit inhaltlich und organisatorisch neu auszurichten. Die Familienpolitik erhält im Rahmen der Gleichstellung einen grösseren Stellenwert. Die heutige Fachstelle für Frauen und Männer soll zu einer Stabsstelle für Familien- und Gleichstellungspolitik entwickelt werden.

Der Regierungsrat erachtet die Weiterführung der gleichstellungspolitischen Arbeit nach wie vor als notwendig. Im rechtlichen Bereich wurde eine weitgehende Gleichstellung von Frauen und Männern erreicht. Hingegen bestehen nach wie vor bedeutende Unterschiede in ökonomischer, politischer und sozialer Hinsicht. Um diesem Defizit besser gerecht zu werden, soll künftig der Fokus der Gleichstellungspolitik stärker auf Wirtschafts- und Gleichstellungsaspekte in der Familienpolitik gelegt werden.

Bildung einer Stabsstelle für Familien- und Gleichstellungspolitik

Gemäss Grossratsbeschluss vom 19. September 2000 hat der Regierungsrat den Grossen Rat über die allfällige Notwendigkeit einer Weiterführung der Fachstelle für die Gleichstellung vor Ende 2005 zu orientieren. Der Regierungsrat legt die Botschaft dem Grossen Rat vor, um das Parlament rechtzeitig über die Neuausrichtung zu informieren.

Die zunehmende Bedeutung familienpolitischer Fragen wirkt sich auch auf die bisherigen Strukturen in der Gleichstellungsarbeit aus. Deshalb hat der Regierungsrat beschlossen, die heutige Fachstelle für Frauen und Männer in eine Stabsstelle für Familien- und Gleichstellungspolitik umzuwandeln. Mit der verwaltungsexternen Fachstelle für Kinder und Familien Aargau (ehemals Kinderbüro Baden) soll mittels eines Leistungsauftrags eine Zusammenarbeit eingegangen werden. Damit kann eine Anlaufstelle für die praktische familienpolitische Ausgestaltung realisiert werden. Innerhalb der Verwaltung sollen aber die Synergien zwischen ausserbetrieblicher und innerbetrieblicher Gleichstellungsarbeit verstärkt genutzt werden.

Neue Kommission für Familien und Gleichstellung

Im Zuge der Neuausgestaltung der Aargauer Gleichstellungspolitik wird der Gleichstellungsrat aufgelöst und an seiner Stelle eine Familien- und Gleichstellungskommission eingesetzt.

Mit der verstärkten Ausrichtung der bisherigen Gleichstellungstätigkeiten primär auf die Familienpolitik, der Schaffung von Synergien zwischen betrieblicher und ausserbetrieblicher Gleichstellung und der geplanten Auslagerung von operativen Beratungsleistungen an die verwaltungsexterne Fachstelle Kinder und Familien Aargau können die Personalkosten reduziert werden.

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