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Neue Übertrittsprüfungsverordnung tritt 2005 in Kraft :
Einheitliche Regelung für Übertritte an die Oberstufe

Auf den 1. Januar 2005 tritt eine neue Übertrittsprüfungsverordnung in Kraft, die alle Übertritte an die Oberstufe kantonal einheitlich regelt. Grundlage aller Übertritte bleibt wie bisher das Empfehlungsverfahren. Die Aufnahmeprüfungen sind somit nur für diejenigen Schülerinnen und Schüler, die nicht für den gewünschten Schultyp empfohlen worden sind.

In der Vergangenheit wurden die Prüfungen bezirksweise oder von den aufnehmenden Schulen in eigener Regie erstellt, was dazu führte, dass innerhalb des Kantons uneinheitliche Prüfungen stattfanden.

Neu wird eine kantonale Prüfungskommission gewählt, die sich aus je einer Lehrperson pro Bezirk, einem Mitglied des Erziehungsrats und einer Vertreterin oder einem Vertreter des Departements Bildung, Kultur und Sport (BKS) zusammensetzt. Die Kommission ist für das Erstellen sämtlicher Prüfungsaufgaben, Korrekturrichtlinien und Notenskalen verantwortlich. Sie zieht dafür weitere Fachpersonen bei. Weiter legt sie jeweils die Daten und das Programm der Prüfungen fest und sorgt für die rechtzeitige Zustellung der Prüfungsaufgaben an die Schulräte. Die lokale Organisation bleibt bei den Schulräten. So ist eine höhere Effizienz und eine Vereinheitlichung über den ganzen Kanton hinweg sichergestellt.

Übertritt in die 1. Klasse Sekundar- bzw. Bezirksschule

Schülerinnen und Schüler des fünften Schuljahres und der ersten Real- bzw. Sekundarklasse für den Übertritt an die erste Klasse der Sekundar- bzw. Bezirksschule werden zu folgenden Inhalten geprüft:

Deutsch: Texte verfassen (90 Min.), Textverständnis und Wortschatz (45 Min.), Grammatik und Rechtschreibung (45 Min.)

Mathematik: Fertigkeiten (30 Min.), Problemlösungen (50 Min.)

Die Prüfung basiert auf dem Lehrplan der 5. Klasse der Primarschule. Sämtliche Prüfungen sind schriftlich. Sie finden je halbtags an zwei Tagen statt. Dabei sind an beiden Tagen Bereiche beider Fächer zu prüfen.

Für den Übertritt in die Bezirksschule ist eine Gesamtnote (Mittelwert aller Prüfungsnoten) von mindestens 5.0 und für den Übertritt in die Sekundarschule von mindestens 4.5 erforderlich. Die Gesamtnote wird auf einen Zehntel gerundet.

Übertritt in die 3. Klasse Sekundar- bzw. Bezirksschule

Eine zweite Übertrittsprüfung wird für den Übertritt von der 3. Real- an die 3. Sekundarschule und von der 3. Sekundar- an die 3. Bezirksschule angeboten. Folgende Bereiche werden geprüft:

Deutsch: Texte verfassen (60 Min.), Textverständnis und Grammatik (45 Min.)

Mathematik: Fertigkeiten (30 Min.), Problemlösungen (60 Min.)

Für den Übertritt an die Bezirksschule wird Französisch geprüft, für den Übertritt an die Sekundarschule wahlweise Französisch oder Englisch. Im Fach Fremdsprache werden folgende Bereiche geprüft: Fertigkeiten, Textverständnis, Grammatik und kommunikative Elemente (60 Min.)

Die Prüfungen basieren auf dem Lehrplan der 3. Realschule für den Übertritt an die Sekundarschule und auf dem Lehrplan der 3. Sekundarschule für den Übertritt an die Bezirksschule. Sämtliche Prüfungen sind schriftlich. Für den Übertritt in die Sekundar- beziehungsweise Bezirksschule ist eine Gesamtnote (Mittelwert aller Prüfungsnoten) von mindestens 5.0 erforderlich. Die Gesamtnote wird auf einen Zehntel gerundet.

Wechsel nach 2. und 4. Klasse

Für den Typenwechsel nach der 2. und 4. Klasse der Oberstufe gilt nur noch das Empfehlungsverfahren. Das Empfehlungsverfahren ist für alle Übertritte das gleiche. Die Empfehlung erfolgt aufgrund der Leistung, der Arbeitsdisziplin und der Entwicklungsprognose (Weisung des Erziehungsrates vom 1.Oktober 1973). Die heutige Regelung, wonach ein Notendurchschnitt von 5 in den Promotionsfächern automatisch zum Wechsel von der 3. Sekundarschule an die 3. Bezirksschule an die Bezirksschule berechtigt, wurde dahingehend geändert, dass auch für diesen Wechsel das allgemein übliche Empfehlungsverfahren gilt. Die beiden Reglemente der Sekundar- und Bezirksschule (SAR 421.511 und 421.711) werden aufgehoben.

  • Departement Bildung, Kultur und Sport