Neu in Baden: Magnetresonanztomographie
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Innovation am Kantonsspital Baden
Am Kantonsspital Baden wird mit der Inbetriebnahme des Magnetresonanztomographen eine wesentliche Lücke in der bildgebenden Diagnostik geschlossen. Nach mehrjähriger Wartezeit kann damit jetzt am Kantonsspital Baden das gesamte Spektrum der bildgebenden Diagnostik angeboten werden.
Die Magnetresonanztomographie (MRT) wird heute aufgrund der fehlenden Röntgenstrahlung, des hohen Gewebekontrastes und der guten räumlichen Auflösung bei der bildgebenden Abklärung einer Vielzahl klinischer Fragestellungen eingesetzt. Mit dieser Technik können belastende und kostspielige Untersuchungen wie z.B. Rückenmarks-, Gefäss und Gallengangsdarstellungen, sowie Arthroskopien in vielen Fällen ersetzt werden. Die fehlende Belastung durch Röntgenstrahlung ist ausserdem ein spezieller Vorteil bei der Abklärung von Erkrankungen bei Schwangeren und Kindern.
Magnetresonanztomographie
Die Magnetresonanztomographie - auch MRI (I= Imaging) genannt - ist das modernste bildgebende Verfahren in der Medizin. Heute sind weltweit mehr als 28'000 dieser Systeme in klinischem Betrieb. Die Untersuchungsmethode macht sich den Effekt der magnetischen Kernresonanz zu nutze: Bestimmte Atomkerne, etwa die des Wasserstoffatoms, verhalten sich in einem Magnetfeld wie Kompassnadeln, die sich längs der magnetischen Feldlinien ausrichten. Durch die Einstrahlung von elektromagnetischen Wellen können die Atomkerne aus ihrer Vorzugsrichtung ausgelenkt werden. Nach Abschalten der Hochfrequenz kehren die Atomkerne in ihre Ausgangsorientierung zurück und senden dabei ein Signal aus. Dieses wird von einer Antenne empfangen und zur Bildberechnung herangezogen.
Das Gerät
Mit dem Siemens-Magnetresonanztomographen Sonata konnte eines der in Bezug auf Schnelligkeit und Bildauflösung besten heute auf dem Markt erhältlichen Systeme installiert werden. Zur grossen Patientenfreundlichkeit des Gerätes tragen nicht nur die Schnelligkeit der Bildakquisition, sondern auch die Konfiguration des Magneten mit nur 1.6 m Länge und einem Innendurchmesser von 60 cm bei. Dadurch können im Vergleich zu herkömmlichen Systemen auch Patienten mit Platzangst in den meisten Fällen problemlos untersucht werden.
Ein Meilenstein
Die Magnetresonanztomographie hat sich in der Medizin fest etabliert. Bereits 1987 wurde die spätere Installation eines Gerätes ins Auge gefasst. 1989 konnte ein Vertrag mit dem privaten Röntgeninstitut in Baden abgeschlossen werden, mit welchem den KSB-Radiologen das dortige Gerät zu bestimmten Zeiten zur Verfügung stand. Damit hatten auch die Patienten im KSB Zugang zu dieser Technologie, mussten jedoch jeweils mit der Ambulanz zur Untersuchung gefahren werden. 1997 wurde die Beschaffung eines eigenen Gerätes abgelehnt, da die Magnetresonanztomographie noch nicht zum Leistungsauftrag des KSB gehörte. Erst nach der Revision des Leistungsauftrages durch den Grossen Rat im Jahr 2001 war der Weg frei und Planung und Bau wurden sofort in Angriff genommen. Mit der Inbetriebnahme des Gerätes ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte des KSB gesetzt worden.